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Serie “40 Jahre Lebensberatungsstelle” in Walsrode

Der Wechsel zur weiterführenden Schule

Neue Aufgaben, neue Herausforderungen: Damit Kindheit auch nach der Grundschule noch wertvolle Lebenszeit bleibt, sollten Eltern die Belastung für ihr Kind im Blick behalten.Foto: pixabay
Neue Aufgaben, neue Herausforderungen: Damit Kindheit auch nach der Grundschule noch wertvolle Lebenszeit bleibt, sollten Eltern die Belastung für ihr Kind im Blick behalten.Foto: pixabay
WALSRODE - 27. Mai 2021 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Wenn der erste Schulwechsel nach der Grundschulzeit ansteht, sind nicht nur die Kinder nervös, weil sie nicht wissen, was sie erwartet. Auch die Eltern sorgen sich, ob sie für ihr Kind die richtige Schulform ausgewählt haben. Das Thema Schulwechsel ist daher auch oft häufig präsent bei der Lebensberatungsstelle. Inga von Bredow weiß mehr zu dem Thema, sie kennt die Tücken und Hürden beim Übergang auf die weiterführende Schule.

Zumindest in einzelnen Landkreisen in Niedersachsen ist es eine Art des Vorgehens, die ersten beiden Gymnasialklassen, also 5. und 6. Schuljahr, über das Maß mit Schülern und Schülerinnen zu belegen - mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass bis zu Beginn der 7. Klasse eine Auslese nach “Leistung” stattfinden wird. Eltern reagieren unterschiedlich: Von Unterstützung der Methode bis hin zu Skepsis und Empörung reichen die Reaktionen.

Wie weit ist ein solches Prinzip vertretbar im Schulalltag der zehn- bis zwölfjährigen Kinder? Überspitzt kommen Vergleiche mit der Gruppenphase einer Fußball-WM: Wer erreicht die Hauptrunde? “Überforderung”, auch “Beschämung” können Gefühlslagen von Kindern und Eltern bedeutend zeichnen in dieser ersten “Gruppenphase”. Wie unterstützen Eltern in diesem Kontext die Kinder? Wie können Eltern dabei ihrerseits unterstützt werden?

Es soll an den Grundgedanken der Bildung und der Entwicklung einer jungen Persönlichkeit erinnert werden. Die Berührbarkeit, auch Begeisterung für Lerninhalte darf nicht in den Hintergrund treten. Diese sind Voraussetzungen nicht nur für das Sammeln von Sachwissen, auch für das Erkennen und Verstehen von Zusammenhängen, für eine altersgemäße Erweiterung des Bildungshorizontes. Und dafür bedarf es eines geschützten “Lernzeitraumes”, so von Bredow.

Ihr anschaulicher Vergleich für die Erwachsenen: “Niemand von uns lernt gutes Autofahren in einer andauernden Fahrprüfungssituation.” Eltern sollten daher bestärkt werden, gemeinsam - etwa an Elternabenden - an diese Gedanken zu erinnern. Übrigens ist auch darauf zu achten, dass den Kindern freie Entfaltungszeit bleibt. Manch ein Fachlehrer neigt bezüglich der Hausaufgaben dazu, sein Fach als den “Nabel der Welt” zu sehen. Aufsummiert können sich bei mehreren Lehrern die Hausaufgaben so leicht bis in die Abendstunden hinein erstrecken. Auch hier ist das Eintreten der Eltern in Gemeinschaft für ihre Kinder gefordert, ermutigt die Expertin der Lebensberatung. Denn: Kindheit ist wertvolle Lebenszeit.

Bei Fragen zu Schulthemen und anderen Erziehungsfragen wenden sich Interessierte gerne an die Lebensberatungsstelle in Walsrode (siehe auch Info-Kasten).

Inga von Bredow

Träger der Beratungsstelle ist der evangelische Kirchenkreis Walsrode. Finanziert wird die Beratungsarbeit größtenteils durch den Landkreis Heidekreis, zudem über Spenden.

Kontakt:

Lebensberatung Walsrode

Kirchplatz 8, 29664 Walsrode

(05161) 8010

Fax: (05161)-74588

E-Mail: info@lebensberatung-walsrode.de

Konto: Kreissparkasse Walsrode; DE 56 2515 2375 0001 5109 08; Stichwort: Spende LEB Walsrode, Therapiematerial, Literatur, Projekte

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