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Grundwasser: Arbeiten vorerst abgebrochen

Dethlinger Teich: 2552 Granaten geborgen

Problematisch: Die Grundwasseroberfläche ist im Schacht 1 freigelegt worden.Foto: Landkreis Heidekreis
Problematisch: Die Grundwasseroberfläche ist im Schacht 1 freigelegt worden.Foto: Landkreis Heidekreis
MUNSTER - 02. März 2020 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Bis Donnerstag sind die Erkundungsarbeiten am Dethlinger Teich bei Munster wechselweise in zwei Schächten vorgenommen worden. Aus Sicherheitsgründen mussten die Arbeiten im Schacht 2 wenige Zentimeter oberhalb des Grundwassers abgebrochen werden. In Schacht 1 wurde die Grundwasseroberfläche bereits vorher freigelegt, sodass die Räumarbeiten im Schacht 1 und 2 als abgeschlossen betrachtet werden. Es wird nun ein weiterer Schacht hergestellt. Dieser wird genutzt, um die Datenlage zu verbessern.

Trotz aller Anstrengungen mit zusätzlichen Förderpumpen im Schacht 1 stagniere die Wasserhaltung. Ein leichter Anstieg in den vergangenen Tagen sei das Ergebnis der heftigen Niederschläge. Auch die beiden in Schacht 1 eingesetzten Pumpen mit einer Förderleistung von mehr als zehn Kubikmetern je Stunde im Schacht blieben bisher ohne Effekt. Die Arbeiten in Schacht 2 mussten daher aus Sicherheitsgründen wenige Zentimeter oberhalb des Grundwassers gestoppt werden. Zuvor war Betonbruch von der Seite in den Schacht gerutscht und hatte einen größeren Hohlraum unter der Betonplatte erzeugt.

Mit den am Donnerstag geborgenen 66 Exemplaren beträgt die Gesamtzahl der insgesamt geborgenen Kampfstoffgranaten 2552 Stück. Alle Granaten wurden zur GEKA Munster abgefahren, wo sie in den nächsten Monaten in Spezialanlagen vernichtet werden.

Die nächsten Wochen sollen zur Verbesserung der Datenlage genutzt werden. Seit 28. Februar wird innerhalb des Zeltes - in einem Bereich mit vermutlich wenig Munition - ein weiterer Schacht erstellt (Schacht 3). Gleichzeitig werden Schacht 1 und 2 mit Kies verfüllt. Der Stahlverbau wird entfernt und parallel in Schacht 1 ein Filterrohr eingebaut, mit dem bei der Sanierung die Grundwasserförderung unterstützt werden kann. In Schacht 3 sollen Materialproben entnommen werden, um die benötigten Daten für das bei der Sanierung notwendige Abfallmanagement zu erhalten. Der Vortrieb soll, wenn möglich, mit einem verstärkten Maschineneinsatz erfolgen, um auch belastbare Planungsdaten für die Sanierung zu erhalten.

Als weiteres Teilprojekt soll bis Ostern die Anwesenheit der C-Feuerwerker genutzt werden, um eine in Luftbildern (1944 bis 1947) auffällige Fläche am westlichen Rand des Dethlinger Teiches zu untersuchen. Dieser Bereich liegt höher und muss zum Aufbau des Sanierungszeltes abgetragen werden.

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