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Laura Sophie Wegner aus Walsrode unterstützt ein Kinderhospiz mit Schwarzlicht-Fotografie

“Die Deutsche, die diese coolen Schwarzlicht-Bilder macht.”

Leuchtende Farbe unter schwarzem Licht: Laura Sophie Wegner fotografiert ihre Modelle auf eine besondere Art.Fotos: Wegner
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Leuchtende Farbe unter schwarzem Licht: Laura Sophie Wegner fotografiert ihre Modelle auf eine besondere Art.Fotos: Wegner
WALSRODE - 28. Februar 2020 - 13:26 UHR - VON REDAKTION

Wo es Inspiration gibt, dort ist alles möglich.” An dieses Zitat hält sich die Walsroder Schülerin Laura Sophie Wegner, seitdem sie mit dem Fotografieren begonnen hat. Um es etwas genauer zu sagen, handelt es sich bei ihrer Arbeit um Schwarzlicht-Fotografie. Was das ist? Es ist eine Art der Portraitfotografie, bei der die Modelle farbenfrohe Schminke mit fluoreszierenden Pigmenten tragen, die dann unter Schwarzlicht im Dunkeln leuchten. Die Kleidung ist dabei neutral in Schwarz gehalten, damit der Fokus auf dem Gesicht liegt und die Emotionen des Models im Vordergrund stehen. Man kann als Fotograf durch die Ausrichtung der Lampe mitbestimmen, was auf dem Foto gezeigt wird und was nicht.

Durch die anschließende Bildbearbeitung können die Farben noch leuchtender sowie ausdrucksstärker gemacht werden. Die Besonderheit an der Schwarzlicht- Fotografie ist für Laura Sophie Wegner, dass man nicht einfach nur ein Foto schießt, sondern es wortwörtlich kreiert. Anders als bei normalen Fotos, fängt man nicht unbedingt einen Moment ein, sondern die Fotos sind viel mehr mit gemalten Gemälden zu vergleichen. Es ist eine Sache, ein Foto vom Aussehen einer Person zu machen, und eine andere, ein Portrait von ihrer wahren Persönlichkeit zu erstellen.

Die Leidenschaft für die Schwarzlichtbilder habe sich bei der Schülerin innerhalb der vergangenen drei Jahre entwickelt. Sie habe generell etwas Neues mit der Kamera ausprobieren wollen und wurde zufällig inspiriert, Schwarzlichtfarben in ihre Fotoshootings zu integrieren. Vor allem während ihres Auslandsjahres in Amerika sammelte sie viel fotografische Erfahrung. Und auch Laura Sophie Wegners amerikanische Freunde waren Feuer und Flamme. Sie wurde in der High School sogar zu “The German that takes those cool blacklight pictures” (“Die Deutsche, die diese coolen Schwarzlicht-Bilder macht”). Der Fotografie habe sie auch viele Freundschaften in Amerika zu verdanken.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wollte die Schülerin dieses Hobby unbedingt weiterführen, aber vor allem noch mehr aus dem Konzept herausholen. Sie habe nach einer Idee gesucht, wie man das Interesse an dieser Art von Kunst für einen guten Zweck nutzen könnte. Nach intensiver Reflexion entschied sie sich schließlich dazu, eine Ausstellung ihrer Werke zu veranstalten. Mit dem durch Spenden und Versteigerung der Bilder eingenommenen Geld möchte Laura Sophie Wegner anschließend das Kinderhospiz Löwenherz in Syke fördern. Dazu kam es, als sie durch reinen Zufall zwei Mitarbeiter des Kinderhospizes auf einer Kunstausstellung traf. Sie erzählte ihnen von ihrem Vorhaben und sie waren sehr begeistert von der Idee. Das führte dazu, dass die Schülerin mit der Geschäftsführung in Verbindung gesetzt wurde, die sie kurz darauf einlud. Vor Ort wurden dann die Projektdetails besprochen. Damit alle Beteiligten ein besseres Verständnis von ihrer Arbeit bekommen konnten, führte die Schülerin zusätzlich Fotoshootings mit vier Patienten durch. Die genaue Planung, die Sponsorensuche sowie die Vorbereitung der Ausstellung sind aktuell noch in Arbeit.

Im Alltag gebe es viele Regeln, an die man sich halten müsse, doch die Schwarzlicht-Fotografie sei eine Art der Kunst, bei der es nicht auf einen bestimmten Lichteinfall, das “perfekte” Make-Up oder gar den “perfekten” Menschen ankomme, so die Schülerin. “Es sieht eher so aus: Das Make-up ist eine Mischung aus definierten Formen und wilden Strichen, der Raum ist abgedunkelt mit der Schwarzlichtlampe als einzige Lichtquelle und das Model muss keine Voraussetzungen erfüllen, außer Spaß sowie Interesse an dem Ganzen zu haben” erklärt sie. Die Bilder seien ziemlich ungewöhnlich, doch genau das mache sie so besonders und “wo es Inspiration gibt, dort ist alles möglich.lsw

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