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Übergabe als feierlicher Auftakt zum Apfelfest und Tag der offenen Tür im Museumshus in Wense / Bestes Wetter lockt viele Besucher an

Die Lüneburger-Stern-Bibel ist zurück in Wense

Übergabe der Bibel: Hartmut Koch, Helmut und Traute Übel sowie Adolf Domeier (oben, v. li.) mit dem kostbaren Stück. Allein die erste Seite ist aufwändig illustriert (kl. Bild).red (2)
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Übergabe der Bibel: Hartmut Koch, Helmut und Traute Übel sowie Adolf Domeier (oben, v. li.) mit dem kostbaren Stück. Allein die erste Seite ist aufwändig illustriert (kl. Bild).red (2)
WENSE - 26. Oktober 2017 - 16:46 UHR - VON REDAKTION

“Wenn es morgen auch so regnet, fällt unser Apfelfest ins (Regen-)Wasser”: Diese Befürchtung äußerte der Vorsitzende des Heimatvereins für das Kirchspiel Dorfmark, Hartmut Koch, noch am Vorabend regendurchnässt beim vorbereitenden Zeltaufbau für die Veranstaltung. Doch Petrus hatte ein Einsehen und schickte rechtzeitig viel Sonnenschein. Kein Wunder also, dass viel Publikum den Weg nach Wense fand - zum Apfelfest samt Tag der offenen Tür im Museumshus.

Ein kleines Bonbon passend zum Lutherjahr hatten zwei Besucher aus Lüneburg dabei. Das Ehepaar Traute und Helmut Uebel übereignete dem Heimatverein mit dem Exemplar der “Lüneburger-Stern-Bibel” aus dem Jahre 1655 eine antiquarische Rarität. Ehefrau Traute hat in früheren Jahren lange in Wense gewohnt, und Familie Uebel bewirtschaftete in den 1960er Jahren den Wenser Krug. Sie hat dieses Buch 1967 von Heinrich Wischhoff aus Jettebruch erhalten. Damals befand es sich in einem sehr schlechten Pflegezustand. Für viel Geld wurde es später in der Salzstadt wieder restauriert und war eine liebenswerte Erinnerung an heimatliche Gefilde.

Doch nun sahen die Ex-Wenser den Zeitpunkt gekommen, die Kostbarkeit in die Heideregion zurückzubringen. Der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins, Adolf Domeier, nahm dieses Meisterwerk der frühzeitlichen Druckkunst in Empfang und bedankte sich in einer kleinen Ansprache von Herzen für das großzügige Geschenk. Allerdings, so seine abschließende Anmerkung, könne ein solch seltenes Stück nicht vor Ort bleiben. Dafür sei es zu wertvoll und empfindlich gegenüber Witterungseinflüssen. Einen sicheren Aufbewahrungsort zu finden, werde kein Problem sein.

Das Museumshus selbst präsentierte sich mit neu arrangierten und entsprechend hergerichteten Räumen. Dort konnte sich der interessierte Beobachter nicht nur ein Bild vom Leben in früheren Zeiten machen, sondern auch mechanische Hilfsmittel in Augenschein nehmen, die dem Handwerk damals die Arbeit wesentlich erleichterten.

Natürlich wurden auch die kleineren Festbesucher nicht vergessen. Wienke Sichon stand mit ihrer Ponykutsche nebst Zugtier “Moritz” bereit und fuhr die begeisterten Kids durch den Heideort. Im Rahmen der Festivität hatte zusätzlich die kleine Wenser Kapelle geöffnet.

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