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Bildungsinitiative aus dem Heidekreis bei den 47. Paneuropa-Tagen in Trier vertreten

Dorfmarker Lehrer trifft Juncker

Trafen in Trier während der 47. Paneuropa-Tage zu einer Gesprächsrunde zusammen: Jean-Claude Juncker, Reinhard Bütikofer, Uwe Grebe und Thorsten Zimmer (von links). Foto: Siegfried Glasow
Trafen in Trier während der 47. Paneuropa-Tage zu einer Gesprächsrunde zusammen: Jean-Claude Juncker, Reinhard Bütikofer, Uwe Grebe und Thorsten Zimmer (von links). Foto: Siegfried Glasow
DORFMARK - 04. Juli 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Vor einem Jahr startete der Lehrer Thorsten Zimmer die überparteiliche Bildungsinitiative #mehreuropa, die EU-Bildung an den Schulen bündeln und Europa über die Schulbildung hinaus erlebbarer machen will. In Niedersachsen bekommt das Konzept gesellschaftlichen wie parteipolitischen Zuspruch. Gleichzeitig weist das Konzept auch immer über den Unterricht hinaus; der Bezug zur EU soll für Jugendliche nicht mit dem Pausenklingeln enden. Zimmers Initiative ist überparteilich und arbeitet von der Kommunal- bis zur EU-Ebene. Inzwischen ist die Initiative in drei EU-Staaten aktiv. Nun hatte der Wahl-Dorfmarker die besondere Gelegenheit, sich mit dem ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker auszutauschen.

Zusammen mit dem Vorsitzenden der Paneuropa-Union Niedersachsen, Uwe Grebe aus Hankensbüttel-Emmen, befand sich Zimmer im Kreis von 150 Tagungsteilnehmern aus 14 Nationen bei den 47. Paneuropa-Tagen der Paneuropa-Union Deutschland in der Europahalle in Trier. Dort zeichnete die 1922 gegründete älteste europäische Einigungsbewegung den ehemaligen Präsidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, mit der Sonderstufe der Paneuropa-Verdienstmedaille aus. Sowohl Juncker als auch der Präsident der Paneuropa-Union Deutschland, der CSU-Europapolitiker Bernd Posselt, übten deutliche Kritik am derzeitigen Zustand der EU, die sie durch Ausbau zu einer echten supranationalen Demokratie auch außen- und sicherheitspolitisch massiv stärken wollen. In seiner Rede beleuchtete Juncker Europas geopolitische Lage vielseitig - und insgesamt sei das Wissen um europäische Belange nicht das alleinige Problem. “Wir wissen was zu tun ist, aber wir tun es nicht.”

Zu Thorsten Zimmers Anliegen gehört auch, die EU emotionaler im Alltag zu kommunizieren. In einem persönlichen Gespräch mit Jean-Claude Juncker nahm er den Rat entgegen, auch weiterhin seine Schüler für Europa zu begeistern und nicht nachzugeben. “Wir brauchen mehr Vollzeit-Europäer in der Zukunft”, so Juncker, der damit auch Zimmers Initiative für mehr Europa in den Schulen unterstützt.

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