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Renate Wrasse ist die einzige praktizierende Lachyoga-Lehrerin im Heidekreis

Durch Lachen dem Körper viel Gutes tun

Seit 2014 ist die Soltauerin Renate Wrasse zertifizierte Lachyoga-Lehrerin und die einzige, die diese Form des Yogas im Heidekreis praktiziert.Foto: rie
Seit 2014 ist die Soltauerin Renate Wrasse zertifizierte Lachyoga-Lehrerin und die einzige, die diese Form des Yogas im Heidekreis praktiziert.Foto: rie
SOLTAU - 06. September 2018 - 09:35 UHR - VON REDAKTION

“Unser Hirn unterscheidet nicht zwischen echtem und unechtem Lachen. Wir bieten ihm etwas Lustiges an und nach ein paar Minuten scheidet unser Gehirn Botenstoffe aus, die zum Beispiel für die Stärkung des Immunsystems, für die Senkung des Blutdruckes und für die Entspannung der Muskulatur wichtig sind”, beschreibt Renate Wrasse die Wirkung des Lachyogas. Die Methode, Menschen zum Lachen zu bringen, entwickelte Mitte der 1990er-Jahre der Inder Madan Kataria, der Yogatechniken mit Lachübungen verband.

Renate Wrasse war nach einem lustigen Abend mit Freunden die grundlegende Erkenntnis gekommen: “Wir lachen viel zu wenig”. Ein Umstand, den auch Studien belegen, nachdem ein Kind noch bis zu 400-mal am Tag lacht, ein Erwachsener nur noch rund 17-mal. Die Soltauerin fing an zu recherchieren und stieß beim Googeln auf Lachyoga und erkannte: “Das ist mein Feld, das werde ich besetzen.” Sie ließ sich zur zertifizierten Lachyoga-Lehrerin ausbilden, gründete 2014 den Lachtreff Soltau und ist die einzige praktizierende Lachyoga-Lehrerin im Heidekreis.

An jedem ersten Montag im Monat treffen sich Menschen zum Lachen - entweder in einer Turnhalle oder in den Sommermonaten zu “LachSpaziergängen”. Dabei ist die Gruppe gemischt zwischen Berufstätigen und Rentner im Alter zwischen Mitte 20 und Ende 70, wobei die Frauen in der Überzahl sind. “Männer sind zurückhaltender, haben eine andere Form der Selbstbeherrschung”, so Renate Wrasse. Sie fügt aber lachend hinzu: “Alle zwei Monate haben wir aber auch einmal einen Quotenmann dabei.”

Ziel bei dem lockeren Treffen ist das Erlernen und Erleben der Fähigkeit des grundlosen Lachens. Die Übungen sind eine Kombination aus Klatsch-, Dehn- und Atemübungen und sollen dafür sorgen, dass ein anfangs künstliches Lachen in ein echtes übergeht. “Erwachsene bekommen dabei die kindliche Freude zurück.” Zudem würden die Teilnehmer dank der Lachübungen auch gesunden. “Wir werden ausgeglichener, sind weniger gestresst und können auch unseren Humor anders einsetzen”, zählt Renate Wrasse positive Wirkungen auf. Lachyoga sei für alle Menschen geeignet, die nicht gerade frisch operiert sind und unter psychiatrischen Krankheitszuständen leiden. “Menschen, die unter starken Depressionen leiden, sind schwierig zu erreichen.”

Im Frühjahr 2019 bietet Renate Wrasse die erste Lachreise nach Rügen an. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Montag, 24. September, ab 19 Uhr in den Räumen der Praxisgemeinschaft, Marktstraße 10, wird sie das Programm, das Workshops und Vorträge beinhaltet, für die vier Tage vorstellen. Interessierte sollten sich vorab zu diesem Treffen unter Telefon (05191) 931501 anmelden, finden weitere Infos auch im Internet unter www.lachyoga-soltau.de.

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