Lokales

/lokales/eigenheime-fuer-piepmaetze_10_111997556-21.html/ / 1

Nistkästen in Eigenregie gebaut und auf dem Friedhof in Meinerdingen aufgestellt

Eigenheime für Piepmätze

Vogelgrechter Wohnraum: Reinhard “Timmy” Wendt hat ein Herz für die gefiederten Freunde und zimmerte die Vogelhäuser zusammen. Foto: Wendt
Vogelgrechter Wohnraum: Reinhard “Timmy” Wendt hat ein Herz für die gefiederten Freunde und zimmerte die Vogelhäuser zusammen. Foto: Wendt
MEINERDINGEN - 07. März 2021 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Angeregt von der naturnahen Gestaltung des Friedhofes in Meinerdingen - und damit auch vom Ziel der Ansiedlung von heimischen Vögeln - besorgte Reinhard “Timmy” Wendt sich zahlreiche Baupläne für Nistkästen für alle möglichen Höhlenbrüter, denen es mehr und mehr an natürlichen Nistmöglichkeiten fehlt. Nach einem Gespräch mit Sirii Eggers von der Friedhofsverwaltung erklärte Wendt sich bereit, sozusagen als “Vogelschutzbeauftragter” für den Friedhof und den Friedpark in Meinerdingen tätig zu werden.

Nun stehen mindestens drei “Eigenheime” zur Verfügung

Bereits im vergangenen Sommer hängte der Walsroder rund 15 neue Nistkästen auf dem Gelände auf. Da die Brutsaison schon vorbei war, dienten sie im Winter mehr oder weniger dem Schutz vor Kälte und anderen Schlechtwetterbedingungen. Vor einigen Tagen hängte Wendt nun aber weitere zehn Kästen auf, die zum Nisten Platz bieten. Sie seien alle aus zertifiziertem Douglasien-Rauhspund gefertigt. Deshalb brauchen sie auch nicht extra mit Holzschutzmittel behandelt zu werden, da Douglasien durch ihren hohen Harzanteil einen eigenen Schutz entwickeln. Der Zusammenbau ist relativ einfach: Boden, zwei Seitenwände, Vorder- und Rückwand, und natürlich das Dach, wobei entweder Boden oder eine der Seitenwände zur leichten Reinigung zu öffnen sein müssen. Wichtig sei die Größe des Fluglochs, weiß Wendt: Für Blau- , Tannen- und Haubenmeise sind es 28 Millimeter Durchmesser, Kohlmeise und Kleiber benötigen 32, der Spatz 35 Millimeter, und der Star bevorzugt 45 Millimeter. Für alle stehen jetzt mindestens drei “Eigenheime” zur Verfügung.

Bis zu 30 Vögel aller Gattungen

Schon Anfang Januar hatte Wendt im Friedpark ein Futterhäuschen aufgestellt, das er seitdem jeden Tag mit Nachschub versorgen muss, denn innerhalb von 24 Stunden sei “ein Kilogramm Vogelfutter weg”. Inzwischen wissen die Piepmätze genau: Wenn “Timmy” kommt, gibt es Leckeres, und dann flattern sie schon aufgeregt in den umliegenden Büschen umher. Sobald das Häuschen neu gefüllt ist, sind sie auch schon eifrig am Picken und lassen sich auch durch die Anwesenheit von “Timmy” Wendt nicht stören, der das Treiben aus relativ kurzer Entfernung beobachtet.

Bis zu 30 Vögel aller Gattungen sind es schon: Darunter Blau- und Kohlmeisen, Rotkehlchen, und auch ein paar Dompfaffen sind regelmäßig dabei. Da klingt es schon ein wenig paradox, wenn Timmy Wendt schmunzelnd über das Projekt sagt: “Es herrscht reges Leben auf dem Friedhof”, und der Begriff “Lebendiges Meinerdingen” bekommt eine ganz neue Bedeutung.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.