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CDU-Stadtverband unterwegs im Heidekreis / Eine Fortsetzung ist geplant

Ein Ausflug durch die Region

Auf eine gelungene Tour durch die Region blickten Sabine Jung und Hinrich Baumann zurück.red
Auf eine gelungene Tour durch die Region blickten Sabine Jung und Hinrich Baumann zurück.red
BAD FALLINGBOSTEL - 16. August 2018 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Kürzlich richtete der CDU-Stadtverband eine Infofahrt über den Truppenübungsplatz Bergen mit Hinrich Baumann als Bezirksvorsteher des Gemeindefreien Bezirks Osterheide aus. In diesem Jahr war das Gebiet im Norden und Osten des Platzes mit historischen Stätten vorgesehen.

In Oerbke stand vor allem die Vorstellung des britischen Internierungslagers 3. Civilian Internment Camp Oerbke/Fallingbostel im Fokus. Nach Auflösung des Entnazifizierungslagers wurde das Lagergelände als neue Siedlung zur Unterbringung von Flüchtlingen aus den Ostgebieten genutzt, jedoch schon ab 1953 erfolgte die Räumung. Heute erinnert das Entlausungsgebäude an die unterschiedlichen Lagergeschichten.

Es folgte die Fahrt in Richtung Wense mit Besichtigung der Wenser Kapelle durch Hans-Jürgen Röhrs, der die Kapelle betreut. Sie ist heute noch im Privatbesitz der Familie von der Wense, die 1936 in die Wingst umgesiedelt wurde. Das ehemalige Gutshaus der Familie, in dem die Bundesforstverwaltung mit dem Forstbetrieb Niedersachsen untergebracht ist, rundete mit der Ortsgeschichte von Wense den Besuch ab.

Dann ging die Fahrt weiter in Richtung Gedenkstätte in der Nähe der Schießbahn 20. Dort ereignete sich 1964 eines der schlimmsten Unglücke in der Geschichte der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz Bergen. Zehn Soldaten kamen bei einer Lehrvorführung ums Leben.

Die Weiterfahrt erfolgte von Lehmberg bis Becklingen auf der alten Bundesstraße 3. Von der Plattform der Schießbahn 1 A hatten die Teilnehmer Aussicht in das weite Areal des Übungsplatzes. Mittag gab es in der Kantine der Niedersachsen-Kaserne.

Im Mittelpunkt der Tagesfahrt stand der Rundgang auf dem “Großen Friedhof für zirka 3800 jüdische Opfer” im ehemaligen Truppenlager Bergen der Deutschen Wehrmacht. Der Kasernenkomplex diente der SS in den letzten Wochen vor der Befreiung durch die Britische Armee als Konzentrationslager Bergen-Belsen II.

Die aktuellen Auswirkungen des Abzuges der Britischen Armee ab 2015 sowie die Übernahme der Kasernen in Bergen-Hohne durch die Bundeswehr fanden großes Interesse bei den Teilnehmern. Es ist immer noch zu bestaunen, was die Briten für eine funktionierende Stadt hinterlassen haben, so auch das Schloss Bredebeck und das Gut Hoppenstedt.

Inzwischen hat das Truppenlager Bergen-Hohne auch einen neuen Namen, “Niedersachsen-Kaserne”, erhalten.

Am späteren Nachmittag erfolgte die Rückfahrt. Die Vorsitzende des Stadtverbandes, Sabine Jung, bedankte sich bei Baumann für seine spannende Tour zu den Stationen auf dem Truppenübungsplatz Bergen. Eine Fortsetzung ist geplant.

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