Lokales

/lokales/ein-gewickelter-kuchen---so-gehts_10_111967048-21-.html/ / 1

Ob mit Rosinen oder mit Mohn: In der Rethemer Bäckerei Pohlmann macht das Gebäck auch optisch viel her

Ein gewickelter Kuchen - so geht's

Für jeden Geschmack etwas dabei: Der Wickelkuchen mit Rosinenfüllung erinnert geschmacklich an einen Weihnachtsstollen, die Mohnfüllung hingegen ist weniger süß und wird mit einem Spritzer Zitronensaft verfeinert.Fotos: Heuer/Hachmeister
  • Bild 21
  • Bild 21
  • Bild 21
Für jeden Geschmack etwas dabei: Der Wickelkuchen mit Rosinenfüllung erinnert geschmacklich an einen Weihnachtsstollen, die Mohnfüllung hingegen ist weniger süß und wird mit einem Spritzer Zitronensaft verfeinert.Fotos: Heuer/Hachmeister
RETHEM - 16. Dezember 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Bei “WZ-genussreif” geht es nach Rethem in die Bäckerei Pohlmann. Dort gibt es einen ganz besonderen Kuchen, der geschmacklich an einen saftigen Stollen erinnert und gleichzeitig ein optischer Hingucker ist.

25 Brotarten, 24 verschiedene Brötchen und bis zu 45 Kuchensorten - wer zu Gast in der Bäckerei Pohlmann in Rethem ist, der hat geschmacklich die Qual der Wahl. Dort wird nämlich jeden Tag verschiedenstes Gebäck zubereitet. Aber vor allem in der Weihnachtszeit hat Bäckermeister Marcel Pohlmann viel zu tun. Denn im Dezember wird zusätzlich die eine oder andere weihnachtliche Leckerei in der Bäckerei angeboten - beispielsweise der beliebte Wickelkuchen, der geschmacklich ein bisschen an einen sehr saftigen Stollen erinnert und gleichzeitig ein optischer Hingucker ist. Aber wie genau macht Marcel Pohlmann das Gebäck eigentlich? Der junge Bäcker, der sich zusätzlich auf die aufwendige Dekoration von Torten und Pralinen spezialisiert hat, hat sein Rezept verraten.

Zuerst ist der Vorteig dran

Für den perfekten Wickelkuchen muss Marcel Pohlmann zunächst einen Vorteig zubereiten. Dafür mischt er Weizenmehl, Hefe sowie warmes Wasser. Danach knetet er die Zutaten gründlich durch, bis sie einen glatten Teig ergeben. Dieser muss dann für rund eine Stunde an einem warmen Ort ruhen, bevor er weiterverarbeitet werden kann. “So kommt ordentlich Luft in den Teig, der geht richtig schön auf”, erklärt der junge Bäckermeister.

Nach der Ruhezeit kommen die weiteren Zutaten - nochmals Weizenmehl, Butter, Zucker, Ei sowie ein bisschen Salz zu dem Vorteig dazu. “Und dann mischen wir alles”, sagt Pohlmann. Das macht er jedoch nicht per Hand, sondern mit einer professionellen Knetmaschine, die in seiner Bäckerstube steht. “Das dauert bei mir zirka acht Minuten.” Nachdem der Teig geknetet wurde, holt Marcel Pohlmann ihn mit ein paar geschickten Griffen aus der Maschine. “Der Teig muss nun ein paar Minuten ruhen. In dieser Zeit kümmern wir uns um die Füllung des Kuchens.

In der Füllung landen Rosinen und Marzipan

Für seine Füllung hat der Bäcker eine ziemlich einfache Rechnung aufgestellt: “Ich nehme quasi zwei Teile Marzipan und einen Teil Zucker.” Dazu kommen außerdem Eiklar und ein bisschen Wasser. Wieder muss die Masse gründlich vermengt und geknetet werden, am besten funktioniert das mit den Händen. So entstehen keine Klümpchen, und die Masse lässt sich danach gut auf dem Teig auftragen.

Bevor die Füllung schließlich im Gebäck landet, muss der Teig aber noch ausgerollte werden. Dabei sollte der fertige Teig am Ende genauso lang und zirka dreimal so breit sein, wie die Kastenform, in der er gebacken wird. Im Anschluss wird dann die Marzipanfüllung großzügig bis an den Rand verteilt. Zum Schluss werden die Rosinen auf dem Marzipan verteilt. “Da muss man nicht geizig sein. Man kann soviele Rosinen nehmen, wie man mag”, betont Marcel Pohlmann.

Das Besondere: Die Optik

Der Wickelkuchen hat seinen Namen aufgrund seiner ganz besonderen Optik. “Wir rollen unseren Kuchen nämlich von der Längsseite aus bis hin zur Mitte ein. Das machen wir von beiden Seiten”, erklärt der Bäcker. “Wenn man sich den Teig dann anschaut, erinnert die Form ein bisschen an eine Brille”, sagt Marcel Pohlmann und schmunzelt. Zum Schluss sticht der Bäcker mit einer Gabel kleine Löcher in den Teig, damit eventuell eingeschlossene Luft und der sich bildende Wasserdampf der Füllung entweichen können. Der Wickelkuchen wird schließlich mit etwas Wasser bestrichen und kommt dann für 35 bis 45 Minuten bei 200 Grad Celsius in den Backofen. Nach dem Backen wird der Wickelkuchen mit aufgekochter heißer Aprikosenkonfitüre bestrichen und nach dem Abkühlen noch mit Fondant oder Zuckerguss glasiert - fertig ist der Wickelkuchen.

Zwei leckere Varianten

In der Rethemer Bäckerei Pohlmann gibt es allerdings nicht nur den Wickelkuchen mit Rosinen, Marzipan und Aprikosenkonfitüre. Auch als Variation mit einer Mohnfüllung und Puderzucker können Kundinnen und Kunden das Gebäck genießen, wenn sie beispielsweise keine Rosinen mögen. “Da sind die Geschmäcker nämlich sehr unterschiedlich. Manchen Menschen ist die Variation mit dem Marzipan auch einfach zu süß”, weiß Marcel Pohlmann. Ganz egal, für welche Art des Wickelkuchens sich seine Kunden entscheiden: Beide Sorten schmecken unvergleichlich nach Weihnachten.

Ein Video zu dem Beitrag von Alessa Hachmeister und Märit Heuer aus der Bäckerei Pohlmann in Rethem gibt es in der Mediathek und am Ende des Artikels.

 

Zutatenliste

Vorteig:

100g Weizenmehl

15g Hefe

50g Wasser (warm)

Hauptteig:

165g Vorteig

100g Weizenmehl

120g Butter

20g Zucker

ein Ei

zwei Prisen Salz

Füllung:

200g Marzipan

100g Zucker

Eiweiß von zwei bis drei Eiern Wasser

Rosinen

Topping:

Aprikosenkonfitüre

Fondant oder alternativ Zuckerguss

 

 

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.
Lesen, was gefragt ist. Wissen, was gemeint ist.
Mit WZ+ die volle Artikelvielfalt erleben. Von Heidjern, für Heidjer.