Lokales

/lokales/ein-mindestlohn-fuer-landwirte_10_112027072-21-.html/ / 1

Konstruktive Anregungen aus der Praxis beim jüngsten SPD-Heidekreis-Dialog in Neuenkirchen

Ein Mindestlohn für Landwirte?

Diskutierten vor Ort und digital: Aynur Colpan, Vorsitzende SPD Heidekreis, Jörg Kremser, SPD Vorstand Neuenkirchen, Marcus Thiemann, Mitbetreiber von Emmas Dorfladen, Carmen Wilson, Vorsitzende SPD-Ortsverein Neuenkirchen, Jürgen Renken, Landwirt, und Sebastian Zinke, SPD MdL und Vorsitzender Heidekreis SPD (von links).Foto: Gunda Ströbele
Diskutierten vor Ort und digital: Aynur Colpan, Vorsitzende SPD Heidekreis, Jörg Kremser, SPD Vorstand Neuenkirchen, Marcus Thiemann, Mitbetreiber von Emmas Dorfladen, Carmen Wilson, Vorsitzende SPD-Ortsverein Neuenkirchen, Jürgen Renken, Landwirt, und Sebastian Zinke, SPD MdL und Vorsitzender Heidekreis SPD (von links).Foto: Gunda Ströbele
NEUENKIRCHEN - 23. Mai 2021 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Der “Heidekreis-Dialog”, eine Online-Diskussionsreihe der Heidekreis-SPD, wurde in Neuenkirchen fortgesetzt, wo das Thema Landwirtschaft im Mittelpunkt stand. Jürgen Renken, Landwirt aus der Neuenkirchener Ortschaft Sprengel-Königshof, gab dabei wichtige Diskussionsimpulse. Renken ist im Bereich der Milchwirtschaft aktiv; 65 Kühe in Weidehaltung gehören zum Betrieb. Es werden Kartoffeln angepflanzt und in der Direktvermarktung sowie im Dorfladen an die Kundschaft gebracht, aber Hof Renken beliefert auch zehn Filialen einer Lebensmittelkette. Doch bis dahin war es ein längerer Weg, berichtete Renken der Online-Diskussionsrunde. Das Holz aus seiner Forstwirtschaft vermarktet er selbst.

Klar sei geworden, dass die globale Vermarktung von Milch- und Milchprodukten nicht ausgeklammert werden könne, heißt es in der Pressemitteilung der SPD. Deswegen könne nicht die gesamte Milchmenge in Eigenvermarktung an Endverbraucher gebracht werden, aber Jürgen Renken als ein Vertreter der bäuerlichen Landwirtschaft machte einen interessanten Vorschlag: Landwirte sollten für einen Teil ihrer Milchmenge, zum Beispiel 50.000 oder 100.000 Liter einen Garantiepreis erhalten, um einen auskömmlichen Milchpreis zu erzielen. Dann wäre die übrige Milchmenge noch im freien Markt verfügbar. “Der bisherige Milchpreis ist zu niedrig”, stellte er fest.

Positiv aufgenommen wurde dieser Vorschlag in der Diskussion von einer Gewerkschaftsvertreterin, die darin einen Mindestlohn für Landwirte sah, wie er auch in anderen Bereichen im SPD Wahlprogramm mit zwölf Euro pro Stunde zu finden sei.

Regionalisierung in Produktion und Absatz, das müsse zusammenzubringen sein, so Renken. Dann würden auch bessere Preise erlöst werden können, was wiederum zu einer Verbesserung der Produktionstechnik führen würde. Hier schaltete sich auch Marcus Thiemann von Emmas Dorfladen in Neuenkirchen in die Diskussion ein. Wichtig sei, Transparenz zu schaffen für regionale Produkte, ohne Etikettenschwindel, damit die Kunden die Chance hätten, gute Produkte zu erkennen und zu erhalten.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.