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Damit das neunjährige Mädchen mobil bleibt, braucht die Familie ein neues Auto - ein Spendenlauf soll helfen.

Ein Spendenlauf für Miley

Damit Miley mobil bleibt, werden am 4. Dezember Spenden gesammelt: Das junge Organisationsteam sucht sowohl Läufer als auch Sponsoren. Foto: Fotorech - Pixabay
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Damit Miley mobil bleibt, werden am 4. Dezember Spenden gesammelt: Das junge Organisationsteam sucht sowohl Läufer als auch Sponsoren. Foto: Fotorech - Pixabay
WALSRODE - 20. November 2021 - 18:00 UHR - VON JOHANNA SCHEELE

Runde um Runde für Miley und ein neues Auto: Das ist das Motto am 4. Dezember auf dem Sportplatz am Walsroder Schulzentrum. Eine Gruppe junger Schüler und Schülerinnen hat es sich zum Ziel gesetzt, Spenden für Miley zu sammeln - und zwar laufend. Miley Stoye ist ein neunjähriges Mädchen aus Hünzingen, das durch schwere Behinderungen stark beeinträchtigt ist. In vielen Bereichen haben ihre Mutter und ihre Geschwister Lösungen gefunden, um den Alltag zu meistern. Doch ein Problem wird immer präsenter: Der geliehene Kleinbus der Mutter ist zu klein und zu alt. Die Beträge auf den Rechnungen der Autowerkstatt werden immer größer. Auch Miley wächst und mit ihr die Karre, in der sie im Auto sitzt. Aktuell passt das Gefährt nur mit Zentimeterarbeit in das Fahrzeug. Miley im Auto wickeln oder füttern, funktioniert so nicht. Also muss sie aus dem Auto raus, gerade bei kalten Temperaturen ist das kritisch, weil das Mädchen ihre Temperatur nicht regeln kann.

Veranstaltung geht von 12 bis 18 Uhr

All diese Probleme ließen sich lösen, wenn die Familie ein neues, größeres Auto bekommt. Um sie dabei zu unterstützen, findet der Spendenlauf statt. Die Idee hatte der Bad Fallingbosteler Bjarne Grätsch. Zusammen mit Freunden und Bekannten hat er ein Team auf die Beine gestellt, das sich um die Organisation kümmert.

Los gehen soll es am Sonnabend, 4. Dezember, in Walsrode am Sportplatz des Schulzentrums. Dort können dann Läufer und Läuferinnen, egal wie erprobt, zwischen 12 und 18 Uhr ihre Runden drehen. Spenden werden über zwei Wege gesammelt, einmal zentral über die Organisatoren. Aber auch jeder Teilnehmer kann im Freundes- und Bekanntenkreis Sponsoren suchen. Mit denen wird eine Summe festgelegt, die dann mit jeder gelaufenen Runde multipliziert und am Ende auf das Spendenkonto überwiesen wird.

Wer am Spendenlauf im Dezember teilnehmen möchte, wird gebeten, sich vorher zur besseren Planung beim Organisationsteam anzumelden. Ein Hygienekonzept erarbeiten die Schüler noch. Kontakt für Anmeldungen und Sponsoren: 0152/26716757 oder per E-Mail an laufenfuermiley@gmail.com.

“Wir wollen sehr gern beim Lauf vorbeikommen”, sagt Nicole Stoye, die Mutter von Miley. Sie berichtet, dass mittlerweile neben vielen kleinen Spenden auch zwei private Großspenden eingegangen seien. Stiftungen hätten mittlerweile ebenfalls auf ihre Anfragen reagiert. Da die Autos, für die sie bereits Kostenvoranschläge erhalten hatten, nicht mehr im Verkauf oder lieferbar sind, musste sie sich neu orientieren. “Gebraucht ist leider gar nichts zu finden”, sagt Stoye. Nun habe sie einen Fiat Ducato bestellt. Geliefert werden kann der allerdings erst in acht Monaten. Bis dahin ist Zeit, das restliche Geld zu sammeln.

Antragsteller soll nicht zum Bittsteller werden

Das bedeutet aber auch, dass der aktuelle Kleinbus noch eine Weile halten muss. Nur nach erheblichen Reparaturen - und somit auch entsprechenden Rechnungen - hat er das Siegel vom TÜV erhalten. Die Krankenkasse ist übrigens für den Umbau des Busses nicht zuständig. Bei der Eingliederungshilfe hat Stoye dafür Anträge gestellt, aber bisher noch keinen Erfolg gehabt.

Das Spendenkonto für Miley ist bei dem Verein “Mobil mit Behinderung” eingerichtet. Der Vorsitzende Heinrich Buschmann erklärt, dass der Verein im Jahr 400 bis 600 Personen unterstützt. Das funktioniere wie bei Miley über personifizierte Spendenkonten oder über die Fördertöpfe des Vereins. Die Organisation mit Sitz in Rheinland-Pfalz will erreichen, dass die “Politik, den Begriff ‚Gleichstellung‘ wortgetreu umsetzt”. Sie fordert einen “Ausgleich aller Nachteile, die eine Behinderung mit sich bringt - ohne dass der Antragssteller zum Bittsteller werden muss”.

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