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Lüneburger-Heide-Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch warnt davor, dass der Tourismus weiter ohne jegliche Perspektive ist

“Eine ganze Branche wird vernichtet”

Wäre viel sicherer und kontrollierter möglich als auf der Baleareninsel Mallorca: Osterurlaub in der Lüneburger Heide. Foto: Lüneburger Heide GmbH/Markus Tiemann
Wäre viel sicherer und kontrollierter möglich als auf der Baleareninsel Mallorca: Osterurlaub in der Lüneburger Heide. Foto: Lüneburger Heide GmbH/Markus Tiemann
WALSRODE - 24. März 2021 - 12:00 UHR - VON REDAKTION

Bis zum Ende hätten die Touristiker in der Lüneburger Heide vor den Fernsehgeräten ausgeharrt, als es bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag, 22. März, um ihre Zukunft ging, so Lüneburger-Heide-Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch. Erstmalig nach der Zwangsschließung sollte wieder darüber beraten werden, ob Öffnungen im Tourismus an Ostern möglich sind und die ausgeblutete Branche endlich wieder Geld verdienen darf. Doch die Ernüchterung sei am Ende groß gewesen: Kein Deutschlandtourismus. Keine Teststrategie, um mehr Sicherheit einzuführen. Keine Luca-App, um die Kontaktnachverfolgung einfacher zu machen. Nicht einmal eine Perspektive gab es für den Tourismus, der durch die Verlängerung des Lockdowns in den April dann acht Monate in der Pandemiephase zwangsgeschlossen bleiben muss.

“Jetzt müssen die Gerichte sprechen”

Obwohl selbst das Robert-Koch-Institut (RKI) in einer Studie bewiesen hat, dass die Ansteckungsgefahr in Hotels sehr gering sei, werde die Branche systematisch bei jeder Ministerpräsidentenkonferenz für Zukunftsszenarien ausgespart, so die Kritik. “Jetzt müssen die Gerichte sprechen, ob es sich hier um eine dauerhafte Ungleichbehandlung einer Branche handelt”, rechnet von dem Bruch damit, dass viele Betriebe klagen werden.

“Hier wird mit zweierlei Maß gemessen und eine ganze Branche vernichtet”

Es sei nach wie vor völlig unverständlich, dass man Mallorca-Urlaub machen dürfe, und die gleichen Bedingungen innerhalb Deutschlands nicht gelten. Man könne die Anreise mit dem Auto und den kontaktlosen Check-in in eine Ferienwohnung viel Corona-sicherer gestalten, als eine Fluganreise mit Bustransfer in ein Mallorca-Hotel. Auch die erforderlichen Testungen hätte man akzeptiert. “Es geht uns nicht um Öffnen um jeden Preis, es geht uns um gleiche Chancen. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen und eine ganze Branche vernichtet.” Zudem wäre aus Infektionssicht eine Vermischung der Besucher aus verschiedenen Ländern noch viel gefährlicher.

Auch wird eine Aufnahme in den Stufenplan für den Tourismus gefordert. Die Schließung könne ja nicht endlos weitergehen, zumal die Branche viele Ideen für einen Corona-sicheren Aufenthalt vorgelegt habe.

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