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TriBuehne steht nach Corona-Pause in den Startlöchern. Dabei haben auch die Autoren der Serie “Stromberg” ihren Anteil.

“Endlich hat das Warten ein Ende”

Foto: Ernst Liszewski
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Foto: Ernst Liszewski
WALSRODE - 05. Juni 2021 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Durch die anhaltend niedrige Inzidenzzahl im Heidekreis von unter 35 wird die Geduld aller Theaterliebhaber belohnt, und TriBuehne kann seine Theatersaison 2020/21 nun erstmal standesgemäß beenden. Ganz nach dem Motto “Endlich hat das Warten ein Ende” präsentiert der Kulturverein am Freitag, 11. Juni, in der Stadthalle Walsrode ab 20 Uhr das Stück “Extrawurst”, eine Dramödie in zwei Akten von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, mit Gerd Silberbauer in der Hauptrolle.

Aus der Feder der Autoren von “Stromberg”

Wer ihr punktgenaues Pointen-Feuerwerk aus TV-Comedy-Serien und Theater kennt, versteht sofort, dass das durch Soloauftritte praxiserprobte Autorenteam Dietmar Jakobs und Moritz Netenjakob 2006 für die Serie “Stromberg” mit dem begehrten Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. In ihrem neuesten Boulevard-Hit “Extrawurst” gerät Gerd Silberbauer (als Vorsitzender eines Tennisvereins) durch den Nutzungskonflikt eines neuen Vereinsgrills auf politisch vermintes Gelände: Eigentlich ist es nur eine Formsache. Die Mitgliederversammlung des Tennisclubs einer deutschen Kleinstadt soll über die Anschaffung eines neuen Grills für die Vereinsfeiern abstimmen. Normalerweise kein Problem - gäbe es da nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste ja bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen.

Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskussionen auslöst und den eigentlich friedlichen Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Denn: Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Muss man Religionen tolerieren, wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft? Es geht um mehr als einen Grill. Es geht darum, wie wir zusammenleben. Zumal die Grenzen zwischen “rechts und links”, “tolerant und intolerant”, “religiös und ungläubig” durchaus fließender sind als man denkt …

Publikum hilft mit

Die Zuschauer sind als Vereinsmitglieder direkter Teil des Geschehens und erleben mit, wie sich eine Gesellschaft komplett zerlegen kann. Und das in einer schnellen, hochpointierten und sehr aktuellen Komödie.

Gerd Silberbauer spielt Dr. Heribert Bräsemann, Vorsitzender des Tennisclubs. Der Schauspieler begleitet die Konzertdirektion Landgraf bereits erfolgreich seit mehreren Jahren. Gerd Silberbauer schloss seine Ausbildung 1978 an der Schauspielschule Zerboni in München ab und stand seither auf zahlreichen, auch großen Theaterbühnen. Er arbeitete bereits mit renommierten Theaterregisseuren wie Dieter Dorn, Andreas Lang, Volker Schlöndorff, Thomas Langhoff und Günther Fleckenstein zusammen. Seit Anfang der 1990er Jahre ist Gerd Silberbauer vermehrt auch in Fernsehproduktionen zu sehen, so unter anderem in “Der Landarzt”, “Der Bergdoktor” oder “Sturm der Liebe”. Als Hauptkommissar Arthur Bauer spielt er durchgehend seit 2008 in der erfolgreichen Kriminalserie “Soko”. Außerdem stand er für verschiedene Fernsehfilme wie “Das Weihnachtsekel” oder “Die Akte Golgatha” vor der Kamera.

Eintrittskarten sichern

Für einen schönen und sicheren Theaterabend hat TriBuehne ein umfangreiches Hygienekonzept ausgearbeitet. Während der Veranstaltung gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln, und das Tragen einer medizinischen Mund-Nase-Bedeckung auf allen Laufwegen ist obligatorisch. Auf den Sitzplätzen darf die Maske abgenommen werden. Zur Erfassung der persönlichen Daten können die Luca-App oder die Corona-Warn-App gerne genutzt werden.

Besucher sichern sich ihre Eintrittskarten online unter www.kultur-tribuehne.de oder unter (01522) 9462061.

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