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Grüne stellen Antrag, damit frühzeitig Konzepte vorliegen und Klimawandel berücksichtigt ist

Energiewende stärker fokussieren

Für mehr Sonnen- und Windenergie (von links): Elisabeth Petersen, Ellen Gause, Christel Wensorra. Foto: Bündnis 90/Die Grünen
Für mehr Sonnen- und Windenergie (von links): Elisabeth Petersen, Ellen Gause, Christel Wensorra. Foto: Bündnis 90/Die Grünen
WALSRODE - 31. Januar 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

“Wir haben die Anregung von Christel Wensorra, einen Antrag zu stellen, der auch Walsrode zu einem Teil der Energiewende macht, gern aufgegriffen”, so die Fraktionssprecherin der Walsroder Grünen, Ellen Gause. Die Vorgaben seien eindeutig, in 15 Jahren müsse man ohne Öl, Kohle und Erdgas auskommen. Und das nicht, weil man die Förderunternehmen ärgern wolle, sondern, weil die Klimakrise sonst zur Katastrophe werde, ergänzt Elisabeth Petersen, die stellvertretende Fraktionssprecherin. Die Fraktion sei sich einig, dass man Sonnen- und Windenergie konsequent nutzen und die erneuerbaren Energien grundlastfähig machen müsse. Zeiten ohne Wind und Sonne seien nur mit der entsprechenden Speichertechnik zu überbrücken.

Deshalb komme nun der Antrag, die Stadt möge ein Konzept erarbeiten oder erarbeiten lassen, bei dem die in der Stadt zur Verfügung stehenden Dachflächen eingebunden werden. Mit einer Kombination aus Batterie- und Wasserstoffspeicherung, die die überschüssige Energie auffängt. Batterien eignen sich, um Leistungsreserven kurzfristig zu speichern und zum Beispiel zur Betankung von Elektrofahrzeugen zu liefern. Mit dem Speichern über Wasserstoff könnten große Mengen Energie über lange Zeit auf kleinem Raum gespeichert werden. Schon jetzt stünden Windräder häufig still, weil keine Speicherkapazitäten zur Verfügung stehe.

Das Fraunhofer Institut habe durchgerechnet, dass in Deutschland bei einer Kombination aus Sonne und Wind plus Wasserstoffspeichertechnik auch die gefährlichen Dunkelflauten (meist im November) gut zu meistern seien.

“Wir kommen um den Wandel nicht herum”, so die Grünen. Und je schneller man dabei sei, desto größer die Chance, dass es geschafft werden könne. Man sollte eingreifen, bevor die Möglichkeiten dafür nicht mehr reichten, mahnt Ellen Gause.

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