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Baumkontrolleure sorgen für notwendige Pflanzenpflege in der Samtgemeinde Schwarmstedt

Erholung für gestresste Bäume

Wässern, schneiden, pflegen: Die Baumkontrolleure haben vor allem im Sommer wieder eine Menge zu tun.Foto: Samtgemeinde Schwarmstedt
Wässern, schneiden, pflegen: Die Baumkontrolleure haben vor allem im Sommer wieder eine Menge zu tun.Foto: Samtgemeinde Schwarmstedt
SCHWARMSTEDT - 17. Juni 2020 - 14:41 UHR - VON REDAKTION

Wie wichtig die Aufgabe der sogenannten Baumkontrolleure ist, zeigt sich jetzt in Zeiten anhaltender Trockenheit. “Aktuell werden 100 abgestorbene Bäume auf öffentlichem Gelände in Schwarmstedt durch den Bauhof gefällt. Hier reichte es nicht mehr, nur das Totholz zu entnehmen”, berichtet der stellvertretende Bauhofleiter Michael Volbers. In den Jahren 2012 und 2014 wurden in der Samtgemeinde Schwarmstedt die Baumkontrollen neu organisiert. Es wurden Baumkontrolleure für die öffentlichen Flächen eingestellt, Versäumnisse nachgeholt, Bäume nacherfasst und nach den “FLL-Richtlinien” eine Regelkontrolle zur Überprüfung der Verkehrssicherheit vorgenommen.

Viele Umwelteinflüsse setzen den Bäumen zu. Entwurzelte Exemplare durch die Sturmtiefs Xavier 2017 und Friederike 2018 sowie die Dürre in den vergangenen Jahren gingen den Pflanzen an die Substanz. Dazu kommt das Nadelbaum-Sterben durch den Borkenkäfer - und das nicht nur in den Wäldern, sondern auch an Straßen und Feldwegen. Der Winter hat ebenfalls kaum Entspannung für die gestresste Population geschaffen. Zu trocken war er, Schnee ist weitgehend ausgeblieben. So konnte er nicht für eine Erholung der Grundwasservorräte sorgen, die die Böden mit wichtigen Nährstoffen für die Wurzeln der Bäume versorgen. Selbst für große und alte Bäume wie die Eiche wird es zunehmend schwierig, an Wasser zu gelangen, denn sie hat ihre Wurzeln nicht nach dem tiefen Grundwasserstand gebildet. Typische Folgen: Der Baum wird in der Kronenspitze trocken und bildet in Laufe der Zeit immer mehr Totholz - bis hin zum Absterben.

Auch Privatleute müssen daher auf ihrem Grundstück selber tätig werden, um Schäden an Bäumen frühzeitig zu erkennen und zu handeln. Hierfür bieten zahlreiche Firmen ihre Dienste an, denn die Baumkontrolleure und der Bauhof der Samtgemeinde sind ausschließlich für öffentliche Flächen tätig und treten nicht in Konkurrenz zu den privaten Dienstleistern.

Neben eigenen Pflanzungen unterstützt der Bauhof auch diverse Baumpflanzaktionen wie beispielsweise am Kiessee in Bothmer. So wurden rund 200 verschiedene Baumarten in der vergangenen Pflanzsaison in der Samtgemeinde Schwarmstedt gepflanzt. Denn: “Viel lieber als das Fällen von Bäumen ist dem Bauhof das Anpflanzen junger Bäume”, erläutert Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs. Seit April ist der Bauhof fast ununterbrochen dabei, nicht nur die Bäume, die in den vergangenen drei bis vier Jahren gepflanzt wurden, sondern auch Hecken, Stauden und ganze Pflanzbeete zu wässern. Über Unterstützung aus der Bevölkerung beim Bewässern der vor der eignen Haustür jung gepflanzten Bäume, würde sich der Bauhof der Samtgemeinde Schwarmstedt freuen.

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