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Probealarm als Übung für den Ernstfall: Sirenen und Apps werden am 10. September ab 11 Uhr getestet

Erster bundesweiter Warntag am Donnerstag

Nur eine Probe: Der Alarm am Donnerstag ist mit keinen weiteren Maßnahmen der Bevölkerung oder der Einsatzkräfte verbunden, teilt der Heidekreis mit. Foto: Hans - pixabay
Nur eine Probe: Der Alarm am Donnerstag ist mit keinen weiteren Maßnahmen der Bevölkerung oder der Einsatzkräfte verbunden, teilt der Heidekreis mit. Foto: Hans - pixabay
WALSRODE - 08. September 2020 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Am kommenden Donnerstag, 10. September, findet der erste bundesweite Warntag statt. Um 11 Uhr wird das Sirenensignal “eine Minute auf- und abschwellender Heulton” ausgelöst. Es bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger in einem Ernstfall “Rundfunk (Radio) einschalten und auf Durchsagen achten”. Durch die Rundfunksender werde in den Verkehrsnachrichten auf den Probealarm hingewiesen, teilt der Landkreis Heidekreis mit. Bei einem Probealarm werde - anders als in einem Ernstfall - das laufende Radioprogramm nicht unterbrochen. Der Probealarm sei mit keinen weiteren Maßnahmen der Bevölkerung oder der Einsatzkräfte verbunden.

Biwapp-Einstellungen testen

Neben der Funktion der Sirenen werde beim bundesweiten Warntag auch die Warnung der Bevölkerung über Apps und weitere Warnmittel erprobt. Dazu würden durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe über das modulare Warnsystem des Bundes sämtliche angeschlossenen Warnmittel um 11 Uhr angesteuert. Auch dazu gehöre die im Heidekreis intensiv genutzte und inzwischen weitverbreitete Bürger-Informations- und Warn-App - kurz Biwapp. Alle Nutzerinnen und Nutzer der App hätten so die Gelegenheit zu testen, ob die Biwapp für das Gebiet des Heidekreises richtig eingerichtet ist. Erfolge parallel zum Sirenenprobealarm keine “Katastrophenmeldung”, seien die Einstellungen zu überprüfen.

Die für die Gefahrenabwehr zuständigen Behörden, wie die Polizei, der Katastrophenschutz, die Feuerwehr und der Rettungsdienst, nutzten teilweise zusätzlich auch die Sozialen Medien, um die Bevölkerung möglichst schnell zu informieren. Auf keinen Fall dürften Telefonleitungen zur Feuerwehr, Polizei und zum Rettungsdienst mit Rückfragen blockiert werden. Die Notrufe 110 und 112 seien nur für Notfälle gedacht.

Entwarnung um 11.20 Uhr

Mit dem bundesweiten Warntag solle aber nicht nur das Signal “eine Minute auf- und abschwellender Heulton” und dessen Bedeutung bekannt gemacht, sondern auch getestet werden, ob die vorhandenen Sirenen im Ernstfall funktionieren. Für die technischen Voraussetzungen zur effektiven Warnung der Bevölkerung und der schnellen Verbreitung notwendiger Informationen sorgen die Gefahrenabwehrbehörden. Für die richtige Anwendung müsse jeder selbst sorgen. Nur wer das Sirenensignal kenne, könne im Ernstfall richtig handeln, mahnt der Landkreis Heidekreis. Daher werde der bundesweite Warntag zukünftig jährlich am zweiten Donnerstag im September stattfinden.

Die Entwarnung werde über Radio und Biwapp am 10. September um 11.20 Uhr gegeben. Die Hinweise zur Warnung der Bevölkerung in einem Katastrophenfall sowie die empfohlenen Verhaltensweisen für Bürgerinnen und Bürger bei Vernehmen des Alarmsignals sind unter www.heidekreis.de/notfallvorsorge zu finden.

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