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Singvögel läuten allerorten die Balzzeit ein - auch im Weltvogelpark Walsrode

Es zwitschert wieder

Markantes Gelächter: Der Lachende Hans ist morgens und abends zu hören.red (2)
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Markantes Gelächter: Der Lachende Hans ist morgens und abends zu hören.red (2)
WALSRODE - 20. Februar 2019 - 13:00 UHR - VON REDAKTION

Die Tage werden wieder etwas länger, und viele Vögel bekommen deutliche Frühlingsgefühle: Mittlerweile ist rund um die Zeit des Sonnenaufgangs die Luft wieder mit Vogelgesang erfüllt. Im Weltvogelpark Walsrode sogar gleich doppelt: Dort zwitschern nämlich nicht nur die einheimischen Vögel in der naturnahen Parkkulisse munter drauflos, auch ihre exotischen Artgenossen stimmen mit ein. In einem wahren Konzert werben die Vogelarten um die Gunst der Weibchen. Und: Es wird auch wieder geklappert. In diesen Tagen sind die ersten Störche eingetroffen, um die Nester für die Weibchen vorzubereiten. In Bosse hat es sich ein Storch bereits vor einiger Zeit gemütlich gemacht.

Mit mehr als 4000 Vögeln aus 650 Arten und von allen Kontinenten ist der Weltvogelpark der größte Vogelpark der Welt. Dort treffen heimische Vogelarten wie Rotkehlchen und Blaumeisen auf exotische Vertreter. So hallen auch die Balzschreie des Seeadlers über die Südheide. Es gibt seit Jahren wieder mehrere Adlerpaare, deren Rufe ab Mitte Februar zu hören sind, bevor im März die Brutzeit beginnt. Einen besonders außergewöhnlichen Ruf hat der in Australien beheimatete Lachende Hans, eine Art aus der Eisvogelfamilie. Sein markantes Gelächter ist morgens und abends zu hören und dient hauptsächlich der Revierabgrenzung. In Australien wird der Lachende Hans auch als “Buschmannsuhr” bezeichnet. Buschvölker haben keine Uhren und verlassen sich zum Sonnenauf- und -untergang auf den Ruf des Vogels.

Sobald die Tage wieder länger werden, sind auch die heimischen Singvögel wieder aktiver. Der Gesang der Amseln ist bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang im Februar zu hören. Nur wenig später steigt das Rotkehlchen mit ein, gefolgt von Kohl- und Blaumeise. Der europäische Star ist mittlerweile vielerorts auch ganzjährig in Deutschland heimisch und zwitschert im Frühling munter drauflos. So entsteht im Februar oft ein wahres Konzert in Gärten, Parks und allen anderen großen und kleinen grünen Flecken in der Stadt mit dem romantischen Ziel, einen Partner für gemeinsamen Nachwuchs zu finden. “Die Vögel merken, dass die Tage langsam wieder länger werden”, erklärt Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks Walsrode. “Sie haben eine innere Uhr, nach der sie sich richten. Die Amsel ist besonders früh dran und beginnt schon zu zwitschern, wenn die ersten Sonnenstrahlen zu erahnen sind.” Das Gezwitscher der verschiedenen Vögel hat nicht nur den Zweck, Weibchen zu beeindrucken, sondern vor allem auch, das Revier zu verteidigen.

Die männlichen Störche kehren aus ihrem Winterquartier in den Park zurück und bereiten das Nest für ihre Weibchen vor. “Seit 15 Jahren kehrt der erste Storch immer um die gleiche Zeit zurück und kündigt damit auch die Rückkehr vieler weiterer Störche an”, erklärt Ehrhardt. “Nach dieser langen Zeit ist seine Rückkehr zu einem besonderen Ereignis geworden. Insbesondere die Tierpfleger fiebern seiner Rückkehr regelrecht entgegen.” Die Rückkehr der Störche habe dieses Jahr eine ganz besondere Bedeutung für den Park, da in der kommenden Saison eine Mitmachfütterung der Störche an der Weißstorchanlage angeboten werden solle. Am 23. März öffnet der Weltvogelpark ab 10 Uhr wieder seine Tore.

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