Lokales

/lokales/essen-wir-uns-krank_10_111605343-21-.html/ / 1

Landfrauenverein Rethem informiert sich über Allergien und Unverträglichkeiten

“Essen wir uns krank?”

Referierte zum Thema Ernährung: Anne Zähring. red
Referierte zum Thema Ernährung: Anne Zähring. red
RETHEM - 17. Oktober 2018 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Die Ökotrophologin Anne Zähring aus Bad Fallingbostel hielt zur Erntedankversammlung beim Landfrauenverein Rethem einen Vortrag mit dem Titel “Allergien durch Ernährung - Essen wir uns krank?”. Die gut besuchte Veranstaltung fand im Burghof Rethem statt, der herbstlich geschmückt und zu Erntedank dekoriert worden war von den Ortsgruppen Bosse, Frankenfeld und Hedern.

Die Referentin startete ihren Vortrag mit der Aussage: “Ja, wir essen uns krank, wenn wir uns zu süß, zu salzig, zu fett und zu einseitig ernähren.” Heutzutage enthielten viele Lebensmittel Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker, welche sich besonders in Fertigprodukten befänden. Zähring erläuterte den Versammlungsteilnehmerinnen den Unterschied zwischen einer Allergie und einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Sie berichtete über die Häufigkeit von Allergien, die eine Überempfindlichkeit des Körpers auf eine fremde Substanz bedeuten. Die Vortragende erklärte, dass allergische Symptome Schwellungen im Mund-, Nasen- oder Rachenraum, Übelkeit, Juckreiz, Durchfälle, Atemnot, Arthritis, Kreislaufversagen oder Nesselsucht auslösen könnten. Sie informierte auch über mögliche Kreuzallergien, wenn zum Beispiel jemand mit einer Frühblüher-Pollenallergie auch keine Äpfel vertragen könne.

“Wie lassen sich diese Symptome behandeln?”, fragte Anne Zähring die Landfrauen. Sie stellte mit einem Ernährungskreis dar, wie man sich vollwertig und gesund ernähren kann. Zwei Drittel des Kreises nehmen Getreide, Getreideprodukte, Kartoffeln, Gemüse, Salat und Obst ein. Im anderen Drittel befinden sich zu einem Teil Milch und Milchprodukte, weniger Fleisch, Wurst, Fisch und Eier, sehr wenig Öle und Fette. Den größten Teil der Lebensmittelgruppe nehmen die Getränke ein.

Die Referentin empfahl, sich regional zu ernähren. Sollte das jahreszeitenbedingt nicht möglich sein, solle nicht auf Ware aus fernen Ländern, sondern lieber auf tiefgefrorene heimische Lebensmittel zurückgegriffen werden. Außerdem sei es wichtig, viel zu trinken, mindestens die empfohlene tägliche Menge von 1,5 Litern, am besten in Form von Wasser. Zähring riet ebenso dazu, sich ausreichend zu bewegen und sich auch mal etwas Gutes zu tun. Jungen Müttern legte die Referentin nahe, nach Möglichkeit sechs Monate zu stillen.

“Eine Unverträglichkeit ist ein Enzymmangel, welcher Nahrungsbestandteile nicht verdauen beziehungsweise verwerten kann”, sagte Zähring. Sie erläuterte dazu Laktose-Intoleranz, Laktosefallen, Fruktoseintoleranz und Zöliakie. Besonders erörterte sie dazu die Allergie gegen Gluten, Symptome, Beschwerden, Glutenvorkommen, verstecktes Gluten sowie glutenfreie Lebensmittel.

Als Fazit gab Zähring allen Allergikern die Empfehlung: “Kochen Sie selbst, und meiden Sie Fertigprodukte. Begrenzen Sie die Zahl der täglich verzehrten Lebensmittel, und nutzen Sie nur zwei bis drei Gewürze pro Rezept. Kochen Sie nährstoffschonend, und verzehren sie überwiegend (60 Prozent) gegarte Kost. Bevorzugen Sie Obst und Gemüse der Saison, und führen Sie keine ideologischen Diäten durch.”

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.