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Aktionswochen bis zum 25. September im Weltladen Walsrode: Kostproben, Informationen und Karten mit Botschaft

Fair statt mehr: Jetzt umdenken und handeln

Umdenken für ein tatsächlich gutes Leben: Heiner Köhnecke vom Weltladen Walsrode mit dem Plakat zur aktuellen Fairen Woche.Foto: Weltladen Walsrode
Umdenken für ein tatsächlich gutes Leben: Heiner Köhnecke vom Weltladen Walsrode mit dem Plakat zur aktuellen Fairen Woche.Foto: Weltladen Walsrode
WALSRODE - 12. September 2020 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Walsrode. Unter dem Motto “Fair statt mehr” findet vom 11. bis zum 25. September die bundesweite “Faire Woche” statt. Auch der Weltladen in Walsrode beteiligt sich an der Aktion und ruft einmal mehr zum persönlichen Umdenken und nachhaltigem Handeln auf.

Die Auswirkungen der Corona-Krise, der Klimawandel sowie der Preisverfall bei Kaffee, Kakao und anderen Rohstoffen gefährden die Existenz von Millionen Kleinproduzenten. Die Frage nach einem guten Leben für alle ist aktueller denn je. Ein Leben in Würde für alle Menschen ist auch die Vision der Agenda 2030, die die Vereinten Nationen vor fünf Jahren verabschiedet haben. Für eine nachhaltige Entwicklung definierte die internationale Staatengemeinschaft insgesamt zwölf Ziele, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG).

Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele spielt der Faire Handel eine entscheidende Rolle - speziell für Ziel Nummer zwölf, nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion. Die Frage, wie Produktion und Konsum in Zukunft aussehen müssten, um möglichst vielen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen, beantwortet die Faire Woche mit ihrem diesjährigen Motto “Fair statt mehr”. Was es braucht, sind faire Produktionsbedingungen statt Massenkonsum. “Qualität und Nachhaltigkeit sind nicht zum Schnäppchenpreis erhältlich”, meint Heiner Köhnecke vom Weltladen Walsrode.

Noch drängender wird die Frage nach einem guten Leben vor dem Hintergrund der globalen Corona-Krise. Gerade die Menschen am Anfang der Lieferketten leiden aufgrund von Ausgangsbeschränkungen, Einkommenseinbußen und fehlender Absicherung am meisten unter den Auswirkungen der Pandemie.

Es könne keine Rückkehr zur weltweiten Normalität der Globalisierung geben, betont so auch Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Schirmherr der Fairen Woche. Und weiter: “Wir müssen in vielen Bereichen umdenken, was wir tatsächlich für ein gutes Leben brauchen und wie wir dieses gestalten wollen.” Die Pandemie zeige, wie wichtig Gerechtigkeit in der Globalisierung ist: mit klaren Spielregeln, Gesundheitsstandards, Arbeitsschutz und sozialen Sicherheitsnetzen. Das Wohl der Menschen sei nicht verhandelbar.

In diesem Sinne rufen die Veranstalter der Fairen Woche die politischen Entscheidungsträger dazu auf, die Krise als Zäsur zu nutzen, um Rahmenbedingungen für den Aufbau widerstandsfähiger und fairer Lieferketten zu schaffen. Dazu gehört ein verbindliches und starkes Lieferkettengesetz ebenso wie die Umsetzung der gemeinsam definierten nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) der Vereinten Nationen.

Tipp für die Walsroder Aktionswochen: Wer selbst mit wenigen Worten seine Einstellung zum Thema “Was brauche ich für ein gutes Leben?” veröffentlichen möchte, darf ein Kärtchen beschreiben, das dann auf das Plakat im Schaufenster des Walsroder Ladens geklebt werden kann. Im Aktionszeitraum bis zum 25. September gibt es zudem Kostproben und weiteres ausführliches Infomaterial im Weltladen, Moorstraße 27. Kontakt ist möglich unter weltladen.walsrode@gmx.de oder (05161) 4810810.

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