Lokales

/lokales/falkland-mehr-porto-und-eine-neue-jugendwehr_10_112046124-21.html/ / 1

Vor 50 Jahren war viel los in der Welt: Unter anderem erhält die Dorfmarker Jugendgruppe ihren neuen Status

Falkland, mehr Porto und eine neue Jugendwehr

Geburtstag in Pandemiezeiten: Das geplante Zeltlager soll aber so schnell wie möglich nachgeholt werden. Fotos: Archiv FF Dorfmark/ J.Krueger-M.
  • Bild 21
  • Bild 21
  • Bild 21
Geburtstag in Pandemiezeiten: Das geplante Zeltlager soll aber so schnell wie möglich nachgeholt werden. Fotos: Archiv FF Dorfmark/ J.Krueger-M.
DORFMARK - 10. Juli 2021 - 14:00 UHR - VON REDAKTION

Es ist Donnerstag, der 1. Juli 1971. Die Schlagzeilen der Tageszeitungen sind an diesem Tag mit dem Ende des Falklandkrieges und der Diskussion um die Erhöhung des Briefportos auf 60 Pfennig gefüllt, doch das wird an diesem Tag in Dorfmark nur am Rande wahrgenommen. Denn nach mehrjähriger Vorbereitung wird die seit 1965 bestehende Jugendgruppe der Feuerwehr an diesem Tag in den offiziellen Status einer Jugendfeuerwehr überführt. Unter der Leitung von Gustav Narjes und Siegfried Stöckmann nehmen so vor 50 Jahren 19 junge Männer ihren Dienst in der neuen Jugendfeuerwehr auf, um auf die spätere Tätigkeit in der aktiven Wehr vorbereitet zu werden.

Das Zeltlager ist der jährliche Höhepunkt

Doch nicht nur Feuerwehrtechnik steht auf dem Dienstplan. Bereits im Januar 1972 ist ein Ausflug zur Berufsfeuerwehr in Hamburg dokumentiert. Nur ein Jahr später, im August 1973, startet eine weitere bis heute erhaltene Tradition - die Teilnahme am in Dorfmark und der Region sehr beliebten Strandfest-Umzug. Ein stetes Highlight sind zudem die im Sommer stattfindenden Zeltlager. 1981 wird zum zehnten Geburtstag der Jugendfeuerwehr das Kreiszeltlager in Dorfmark ausgerichtet. Und fast jeder aus der Jugendwehr kann bis heute eine Geschichte aus seinen Zeltlagererfahrungen erzählen.

Einsatz für den Umweltschutz

Andreas Schulenburg, heute Stadtbrandmeister der Feuerwehren in der Stadt Bad Fallingbostel und früher selbst Mitglied in der Jugendfeuerwehr Dorfmark, berichtet von einem Zeltlager im Landkreis Rotenburg, an dem er Ende der 1990er Jahre als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart teilgenommen hat: “Wir waren zusammen mit der Jugendfeuerwehr aus Bomlitz in einem kleinen Ort im Landkreis Rotenburg zum Zeltlager zu Gast und haben dort natürlich auch Kontakt zur örtlichen Feuerwehr gesucht. Nach dem Zeltlagerwochenende hatten von der örtlichen Feuerwehr so viele Mitglieder Lust bekommen, selbst eine Jugendfeuerwehr in ihrem Ort zu gründen, dass sie wenig später damit bei ihrem Bürgermeister Gehör fanden.” Bis heute aktiv unterhalten werden die Partnerschaften mit den Feuerwehren Hamburg-Eißendorf und Hamburg-Rothenburgsort. Auch dort erfreuen sich die regelmäßigen gemeinsamen Aktivitäten bis heute großer Beliebtheit. Seit 1985 gibt es einen weiteren festen Programmpunkt bei der Jugendfeuerwehr: Jedes Jahr im April findet der Tag des Umweltschutzes statt, an dem Müll gesammelt und ganz nebenbei das Bewusstsein für die Umwelt gestärkt wird.

Gründung hat große Bedeutung

Wie wichtig die Gründung der Jugendfeuerwehr vor nunmehr 50 Jahren gewesen ist, zeigt sich bei einem Blick in die Reihen der Mitglieder der Einsatzabteilung. Deutlich über zwei Drittel der heutigen Mitglieder stammt aus der Jugendfeuerwehr in Dorfmark. Die Jugendfeuerwehr besteht in ihrem Jubiläumsjahr 50 Jahre nach ihrer Gründung aus drei Mädchen und 14 Jungen. Geführt wird sie vom Jugendfeuerwehrwart Fabian Schrödter und seinen beiden Stellvertretern Nico Bode und Leonard Rochkowski.

Pläne werden nachgeholt

Für das Jubiläumsjahr waren eigentlich einige große Veranstaltungen wie eine Festzusammenkunft und natürlich auch ein Zeltlager geplant. Durch die Coronapandemie muss beides ausfallen, aber nichtsdestotrotz wird das Jubiläum gewürdigt. Im Rahmen des Festaktes hätte auch die Ehrung von Joachim Lüters stattfinden sollen. Er ist das letzte verbleibende Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr Dorfmark im Einsatzdienst und war Ende der 1970er Jahre auch als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart tätig. Die Ehrung und das Zeltlager sollen später nachgeholt werden.

Jugendfeuerwehrwart Fabian Schrödter ist stolz da-rauf, dass in der Pandemie alle Jugendlichen dabei geblieben sind. “Wir haben digitale Dienste durchgeführt oder den Kids Aufgabenkisten nach Hause gebracht, um den Kontakt nicht zu verlieren. Durch eine verstärkte Präsenz in den sozialen Netzwerken konnten wir sogar noch zwei Jugendliche neu dazu gewinnen.”

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.