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Spendenaktion “Liam muss mobil bleiben”: Happy-End bei der Fahrzeugübergabe

Familie Merscher sagt: “Herzlichen Dank!”

Großzügige Spender, fleißige Initiatoren und eine glückliche Familie bei der Fahrzeugübergabe: Carsten Ahrens (Betriebsleiter Autohaus Kahle), Melanie Ohlendorf, Florian, Liam, Jessica und Vivian Merscher und Heinz Brüggemann, Vertriebsleiter Viebrockhaus (von links), feiern den neuen Familien-Kleinbus. Fotos: Eickholt
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Großzügige Spender, fleißige Initiatoren und eine glückliche Familie bei der Fahrzeugübergabe: Carsten Ahrens (Betriebsleiter Autohaus Kahle), Melanie Ohlendorf, Florian, Liam, Jessica und Vivian Merscher und Heinz Brüggemann, Vertriebsleiter Viebrockhaus (von links), feiern den neuen Familien-Kleinbus. Fotos: Eickholt
12. Februar 2021 - 16:20 UHR - VON MANFRED EICKHOLT

Es gibt zwischen Winterwetterchaos und Pandemie-Lockdown auch Grund zum Jubeln: Nach einer ungewöhnlichen Spendenaktion kann eine Familie mit behindertem Sohn aufatmen.

“Wir haben einfach nur gedacht: Oh Gott, so schnell!” Jessica Merscher (37) und ihr Mann Florian (24) waren mehr als überrascht, als der Bundesverband Kinderhospiz am vergangenen Dienstag die Mitteilung überbrachte: Es ist bei der Spendenaktion genügend Geld für einen jungen gebrauchten Kleinbus eingegangen. Anschließend ging alles ganz schnell. Bereits am Freitag, 12. Februar, wurde der neue Familien-Transporter in Walsrode übergeben - drei Jahre alt und mit rund 63.000 Kilometern auf dem Tacho. “Wir sind unheimlich dankbar, auch im Namen von Liam”, zeigte sich Jessica Merscher gerührt.

Mit Spezialrollstuhl unterwegs

Liam ist ihr achtjähriger Sohn, der seit einer Hirnblutung nach der Geburt mehrfach behindert ist. Die Familie aus der Pfalz, zu der auch Liams Schwester Vivian (11) gehört, lebt seit 2018 in Dorfmark. Liam kann mit seinem Spezialrollstuhl nur in bestimmten Fahrzeugen zum Arzt, zur Therapie oder ans Meer gebracht werden, wo ihn die gute Luft so richtig aufatmen lässt. Doch der 16 Jahre alte Kleinbus der Familie Merscher steht mit einer Fahrleistung von gut 360.000 Kilometern vor dem technischen Aus. Das Geld für eine Ersatzbeschaffung kann die Familie, die den schwer erkrankten Jungen rund um die Uhr betreuen muss, nicht erwirtschaften.

Begeistert von viel Engagement

Nach Berichten in der WZ über die Spendenaktion des Bundesverband Kinderhospiz löste sich in der Heide eine Art Lawine der Hilfsbereitschaft. “Wir hätten niemals gedacht, dass so viel Engagement entstehen kann”, ist Jessica Merscher noch immer baff.

Tatsächlich verbreitete sich der Hilferuf wie ein Lauffeuer. Kleine und große Einzelspenden gingen in kürzester Zeit auf dem Konto ein, Verbände, Organisationen, Stiftungen, Firmen und Vereine füllten fleißig Überweisungen aus. Bereits nach wenigen Tagen kam die frohe Botschaft: Das Geld reicht aus. Da konnte auch Alexandra Fluck, Leitung Familienhilfe beim Bundesverband Kinderhospiz, nur noch begeistert die Solidarität der Menschen im Heidekreis loben. Am Dienstag durfte sie die Erfolgsnachricht der Familie überbringen.

Passendes Fahrzeug “gleich um die Ecke”

Das Fahrzeug, ein grauer VW T6 Caravelle, fand sich im Walsroder Autohaus Kahle. Melanie Ohlendorf aus Bad Fallingbostel hatte wie bereits berichtet unter anderem Kontakt zu Betriebsleiter Carsten Ahrens aufgenommen. Ergebnis: Das Unternehmen spendete selbst und stellte den Wagen zum Sonderpreis zur Verfügung.

Weitere Spenden werden für Umrüstung verwendet

Das Fahrzeug muss jetzt noch umgerüstet werden. Vor allem Halterung und Rampe für Liams Rollstuhl gilt es optimal anzupassen. Geldspenden, die jetzt noch eingehen, bleiben zweckgebunden für Liam auf dem Konto des Bundesverband Kinderhospiz e. V., so Alexandra Fluck, und wird beispielsweise für Umrüstung und Wartung des Kleinbusses bereitgestellt.

Das gilt auch für Einnahmen, die durch den Spendenlauf des TSV Dorfmark erzielt werden, der noch bis zum 28. Februar läuft. Kontakt und Infos: E-Mail spende@tsvdorfmark.de, 0157-76130724 oder 05163 91330.

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