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Feuerwehren absolvieren jährliche Übung / Verschiedene Rettungsaufgaben gemeistert

Für den Ernstfall gewappnet

Schnelle Rettung: Die Einsatzkräfte befreiten eine Person, die unter einem Auto eingeklemmt war. Foto: FF Groß Eilstorf
Schnelle Rettung: Die Einsatzkräfte befreiten eine Person, die unter einem Auto eingeklemmt war. Foto: FF Groß Eilstorf
GROß EILSTORF - 12. Oktober 2019 - 10:00 UHR - VON ALESSA HACHMEISTER

Abends gegen 19.10 Uhr wurden die Feuerwehren in Groß Eilstorf, Südkampen, Klein Eilstorf, Kirchboitzen, Altenboitzen, Hollige und Benzen in den Ortskern von Groß Eilstorf gerufen. Dort war ein Feuer in einem ehemaligen Gasthaus gemeldet worden. Der Einsatz entpuppte sich bei der Ankunft der Wehren als die alljährliche sogenannte “Kirchspielübung”, für die der stellvertretende Ortsbrandmeister Steven Rose die folgende Lage ausgearbeitet hatte: Bei Renovierungsarbeiten hatte ein Kurzschluss einen Brand ausgelöst, in dem verrauchten Gebäude wurden sechs Personen vermisst. Zudem war eine weitere Person im Hinterhof unter einem Auto eingeklemmt.

Zunächst erfolgte die Menschenrettung unter umluftunabhängigem Atemschutz durch mehrere Trupps aus den verschiedenen Ortwehren in dem großen und verwinkelten Gebäude. Dabei kam es auch zu einem simulierten Atemschutznotfall. Im zweiten und dritten Abschnitt der Übung waren die Aufgaben jeweils die Wasserförderung aus im Ort vorhandenen Unterflurhydranten und die Brandbekämpfung und der Schutz der angrenzenden Gebäude durch den Aufbau von Riegelstellungen. Dies wurde in beiden Abschnitten dadurch erschwert, dass jeweils der am nächsten liegende Hydrant durch Autos zugeparkt und damit unbrauchbar war.

Der vierte Abschnitt war die Rettung der unter dem Fahrzeug eingeklemmten Person, diese technische Hilfeleistung musste die Feuerwehr Südkampen mit der Ausrüstung ihres Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges abarbeiten, da nur auf diesem Fahrzeug der beteiligten Wehren die notwendigen Einsatzmittel vorhanden sind. Mittels Unterbausätzen und hydraulischem Rettungsgerät konnte die Person gerettet werden.

Neben den Besonderheiten der zugeparkten Hydranten und des simulierten Atemschutznotfalls war zudem das Einsatzleitfahrzeug der Walsroder Ortsfeuerwehr nicht verfügbar, das bei der gemeldeten Lage normalerweise zur Unterstützung des Einsatzleiters vor Ort ausrückt. So war die Anpassungsfähigkeit der Einsatzkräfte gefragt. Im Abschluss der etwas mehr als eine Stunde dauernden Übung fand am Groß Eilstorfer Feuerwehrhaus eine Abschlussbesprechung statt.

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