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Volksbund Deutsche Kriesgräberfürsorge feiert 100-jähriges Bestehen / Ehepaar Michaelis aus Dorfmark nimmt an Sonderveranstaltung in Polen teil

Für den Frieden: Arbeitseinsatz mit Kamerateam

Das TV-Team des Bayerischen Rundfunks hatte alles im Blick: Margarete Michaelis aus Dorfmark furfte das Gebinde auf dem Friedhof ablegen. Foto: Michaelis
Das TV-Team des Bayerischen Rundfunks hatte alles im Blick: Margarete Michaelis aus Dorfmark furfte das Gebinde auf dem Friedhof ablegen. Foto: Michaelis
DORFMARK - 24. August 2019 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen und ist seit seiner Gründung eng mit der deutschen und europäischen Geschichte verknüpft. Die beiden Weltkriege haben laut VDK bewiesen, dass ohne Erinnerung, ohne das Lernen aus der Geschichte keine Versöhnung und damit auch kein dauerhafter Frieden möglich ist. Da Versöhnung wiederum eine Voraussetzung für Frieden sei, wurde es zur Aufgabe des VDK, nicht nur die Toten der Weltkriege zu suchen und würdig zu bestatten, sondern sich auch für die Versöhnung über den Gräbern, für Verständigung zwischen den Völkern und für den Frieden zu engagieren.

Unter dem Motto “Gemeinsam für den Frieden” begeht der VDK das symbolträchtige Jubiläum mit vielfältigen Veranstaltungen. So nahm der Volksbund erstmalig und generationsübergreifend einen besonderen Arbeitseinsatz vor, mit der Beteiligung eines russisch-polnisch-deutschen Jugendworkcamps sowie eines Fördererworkcamps mit Teilnehmern aus mehreren Bundesländern und unterschiedlichen Berufen.

Mehr als zwei Wochen wurde die interkulturelle und Mehr-Generationen-Begegnung aufgrund der Einmaligkeit dieses Arbeitseinsatzes von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks begleitet. Im Einsatz gefilmt wurden auch Margarete und Alfred Michaelis aus Dorfmark, die mit den anderen Engagierten in Szczytno in Polen ihr Quartier fanden. Gemeinsam arbeiteten die Teilnehmer auf dem Friedhof des Ersten Weltkrieges in Wielbark. Dort wurden Grabumrandungen gerichtet, Grabfelder von Bewuchs befreit und mit Sand aufgefüllt und der Zaun um die Anlage wurde neu gestrichen. An allen Arbeiten beteiligten sich engagiert auch die Jugendlichen, und so konnte der Friedhof als weiterer Ort des Lernens, des Erinnerns und der Mahnung erhalten werden.

Neben dieser Arbeit gab es auch Unternehmungen: Die Teilnehmer des Fördererworkcamps fuhren an die Ostsee und besuchten verschiedene Städte. Ein Höhepunkt war eine mehrstündige Fahrt auf dem Oberländer Kanal bei Elbing sowie die Erkundung Ermland-Masurens. Gemeinsam besuchte man die deutsche Minderheit in Nidzica (Neidenburg).

Den Abschluss der Arbeiten bildete ein würdiger Gedenkappell mit geladenen Gästen auf dem Friedhof im Wielbark, an dem auch Teilnehmer der beiden Workcamps mitwirkten. Das abschließende Ablegen eines Gebindes erfolgte durch den Teilnehmer des Jugendworkcamps Vikenti Dolguschin aus Russland und Margarete Michaelis als Teilnehmerin des Fördererworkcamps.

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