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BdV-Ortsverein Fallingbostel-Dorfmark lädt zum Tag der Erinnerung ein

Gemeinsam Grillen und Gedenken

Zum Tag der Erinnerung begrüßte der Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen Fallingbostel-Dorfmark, Albrecht Dyck, auch Bad Fallingbostels Bürgermeisterin Karin Thorey. red
Zum Tag der Erinnerung begrüßte der Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen Fallingbostel-Dorfmark, Albrecht Dyck, auch Bad Fallingbostels Bürgermeisterin Karin Thorey. red
DORFMARK - 01. August 2018 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Der Bund der Vertriebenen (BdV), Ortsverband Fallingbostel-Dorfmark, veranstaltete im Gasthaus “Zur Post” einen Tag der Erinnerung an Pommern, verbunden mit einem Grillnachmittag. Der Vorsitzende Albrecht Dyck begrüßte die zahlreichen Gäste und Ehrengäste mit der Ode an die Freude auf seiner Mundharmonika und ging danach auf die Charta der Heimatvertriebenen ein, in der unter anderem der Verzicht auf Rache und Vergeltung festgeschrieben wurde.

Weiter erinnerte Dyck daran, dass Teile von Pommern nach zwei unseligen Kriegen von den Siegermächten Deutschland entrissen und Menschen willkürlich enteignet wurden. Der Redner zitierte die Haager Landkriegsordnung, nach der auch nach einem verlorenen Krieg keine Menschen ihrer Heimat beraubt, also vertrieben werden dürften, und betonte diesbezüglich, dass die Vertreibung, die von den Siegermächten als Umsiedlung verharmlost worden sei, eine Verletzung der Menschenwürde in gröbstem Ausmaße gewesen sei, was selbst führende amerikanische Politiker später ausgesagt und bestätigt hätten. “Durch Flucht und Vertreibung haben alle einen gewaltigen Akt vollzogen bezüglich Unterbringung, Verpflegung und Beruf,” fügte der Vortragende hinzu.

Ein weiterer Teil des Vortrages widmete sich dem “Tag der Heimat”. Aufgrund der Wichtigkeit einer solchen Veranstaltung sprach sich Albrecht Dyck für die Weiterführung eines Tages des Gedenkens und der Erinnerung aus - nicht nur für die Mitbürger, die sich ihrer angestammten Heimat verbunden fühlen, sondern für alle, mit Einbindung entsprechender Vereine und Verbände. Dyck mahnte an, dass Zeitzeugen von Flucht und Vertreibung bald der Vergangenheit angehören würden.

Anschließend referierte er über Pommern, ein Land, das geprägt ist durch gut florierende Land- und Forstwirtschaft, ein Land mit vielen Seen und kilometerlangen Ostseestränden, das nicht zuletzt auch durch Otto von Bismarck weltbekannt wurde. Monika Seidel, Präsidentin der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich, stellte das Leben und Wirken von Hermann Löns vor sowie seine Verbindungen nach Pommern. Gemeinsam gesungene Lieder, begleitet von Albrecht Dyck (Mundharmonika) und Monika Seidel (Akkordeon), umrahmten die Veranstaltung musikalisch.

Für ein Highlight sorgte die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Dorfmark unter Leitung von Hartmut Koch, von der nicht nur jagdliche Klänge zu hören waren: Sie trat auch als Chor auf. Bürgermeisterin Karin Thorey bedankte sich für die Einladung zu der Gedenkveranstaltung, wies auf die Bedeutung solcher Tage der Erinnerung hin und sprach sich für eine Fortsetzung derselben aus.

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