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3N-Kompetenzzentrum startet Aktion im Heidekreis

Gesichtsschutz aus dem 3D-Drucker

Einrichtungen nutzten und testeten die Gesichtsschutzschilde, so auch das Haus Zuflucht in Soltau.Foto: 3N e.V. - Büro Heidekreis
Einrichtungen nutzten und testeten die Gesichtsschutzschilde, so auch das Haus Zuflucht in Soltau.Foto: 3N e.V. - Büro Heidekreis
SOLTAU - 08. Juli 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

“Zur Unterstützung der Hygienemaßnahmen an unserer Einrichtung können die 3D-gedruckten Gesichtsschutzschilde sehr gut zusätzlich eingesetzt werden und sind auch noch umweltfreundlicher als die bisher verwendeten”, zeigte sich die stellvertretende Pflegedienstleitung Antje Ernst hoch erfreut. Die Stiftung Haus Zuflucht in Soltau hat die Gesichtsschutzschilde des 3N-Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie über die zentrale Koordinierung des Heidekreises erhalten und bereits im Betrieb getestet.

Eigenschutz ergänzen

Mit den Gesichtsschutzschilden können die Beschäftigten der Einrichtung ihren Eigenschutz ergänzen. Es ersetzt nicht grundsätzlich die Mund-Nasenschutzmaske, kann aber in vielen Fällen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen sinnvoll unterstützen. So bleibt mit einem Gesichtsschutzschild die Mimik sichtbar, die für die Arbeit mit einigen Pflegebedürftigen sehr wichtig ist.

Auch Hochschule Bremen unterstützt Aktion

Das 3N-Kompetenzzentrum arbeitet mit seinem Büro in Bad Fallingbostel und der Geschäftsstelle in Werlte in verschiedenen Forschungsverbunden an der Entwicklung und Erprobung von neuen Verfahren und biobasierten Materialien. “Wir nutzen derzeit unsere Forschungskapazitäten, um Gesichtsschutzschilde aus Biopolymermaterial zu produzieren, die kostenfrei an Pflegeeinrichtungen, Hilfskräfte, Praxen und Schulen in der Region abgegeben worden sind”, so die Projektleiter Hansjörg Wieland vom 3N-Kompetenzzentrum und Gerhard Wilkens von der IST-Ficotex. Auch die Hochschule Bremen unterstützt diese Aktion.

Aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung

Bisher wurden rund 800 im 3D-Seriendruck aus Biopolymermaterial hergestellte Gesichtsschutzschilde im Heidekreis über die mit der Covid-19-Krise eingerichtete zentrale Verteilstelle für medizinischen Bedarf verteilt.

“Die jetzige Aktion ist ein Ergebnis bestehender Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im grenzübergreifenden Projekt “Bioökonomie - Grüne Chemie”, erläutert 3N-Geschäftsführerin Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer. Das Projekt wird im Rahmen des Interreg V A-Programms Deutschland-Niederlande mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und durch Mittel des niederländischen Wirtschaftsministeriums, fünf niederländischen Provinzen und des Landes Niedersachsen unterstützt.

Weitere Informationen gibt es im 3N-Büro Heidekreis unter (05162) 9850474 oder per E-Mail an info@3-n.info.

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