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Der Weltfilmclub präsentiert am Dienstag im Capitol-Theater Walsrode den Film “BlacKkKlansman”

“Good cop, black cop?!”

Packend und wortgewaltig: Der Weltfilmclub zeigt “BlacKkKlansman”.red
Packend und wortgewaltig: Der Weltfilmclub zeigt “BlacKkKlansman”.red
WALSRODE - 10. Februar 2019 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Am Dienstag, 12. Februar, zeigt der Weltfilmclub im Walsroder Capitol-Theater den Film “BlacKkKlansman”. Beginn der Vorstellung ist um 20.15 Uhr.

Die frühen 1970er-Jahre sind eine Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche: Der junge Polizist Ron Stallworth (cool, lässig, intelligent und eloquent, gespieltvon John David Washington), der als erster Afroamerikaner einen Posten als Kriminalbeamter im Colorado Springs Police Department antritt, wird während des Einstellungsgesprächs gefragt, ob er mit rassistischen Bemerkungen umgehen könne, und auch gleich mit solchen bei der Arbeit im Polizeiarchiv konfrontiert. Der Cop reagiert unerschrocken und wird zunächst verdeckt bei Veranstaltungen der Black-Power-Bewegung eingesetzt, fühlt sich aber nicht wohl dabei, die “Brüder und Schwestern” auszuspionieren. Kurz darauf stolpert Ron über eine Anzeige des Ku-Klux-Klan: “Komm und mach mit!”

Voller Tatendrang bietet Ron sich seinen Vorgesetzten an und startet eine aberwitzige und gefährliche Mission, als Undercoveragent den Ku-Klux-Klan zu infiltrieren und bloßzustellen. Er nimmt telefonisch Kontakt zur lokalen Gruppe der Rassistenvereinigung auf und gewinnt sogar das Vertrauen des Klanführers David Duke. Bei den Treffen der KKK-Lokalgruppe, wo deftig-hetzerische Reden geschwungen werden, lässt sich Stallworth von seinem weißen (und jüdischen) Kollegen Flip Zimmermann (Adam Driver) vertreten. Zusammen wollen die Cops einen Bombenanschlag auf die radikale Black-Power-Gruppe von Stallworths Freundin Patrice (Laura Harrier) verhindern. Dass sich Stallworth während seiner Untersuchungen in die Anführerin der Studentenbewegung verliebt, macht natürlich alles noch komplizierter …

Die unglaubliche Geschichte, die der preisgekrönte Autor und Regisseur Spike Lee als packenden und wortgewaltigen Thriller erzählt, ist in großen Teilen wahr, wurde aber erst 2014 einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Sie ist eine brisante Mischung aus Ernst und Unterhaltung, die nicht nur gegen das System der 1970er, sondern zugleich immer auch gegen das aktuelle System austeilt und auf bitterböse Weise den Geist eines Teils der amerikanischen Gesellschaft offenlegt. Dabei imitiert die Kombination aus perfektem Arrangement, passendem Soundtrack sowie Kamera, Licht- und Farbsetzung überzeugend den Look der 1970er Jahre. Aussagekräftig stellt Lee die aufrührerischen Reden der Rassisten den Protestveranstaltungen der Black-Power-Bewegung entgegen und macht so das mit Wut und Hass geladene Pulverfass deutlich, auf dem die USA nicht nur damals saßen.

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