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Gemeinsame Übung der Feuerwehren aus Walsrode in Benzen

Großalarm für die Freiwilligen

Das Szenario: In einer Halle ist es bei Schweißarbeiten zu einer Verpuffung gekommen, vier Personen werden vermisst und müssen gerettet werden. Foto: Thomas Klamet
Das Szenario: In einer Halle ist es bei Schweißarbeiten zu einer Verpuffung gekommen, vier Personen werden vermisst und müssen gerettet werden. Foto: Thomas Klamet
BENZEN - 23. Januar 2020 - 15:36 UHR - VON REDAKTION

Mittwoch, 22. Januar, 18.30 Uhr: Über einer Halle auf einem Anwesen in Benzen steigt Rauch auf. Wenig später ertönen die Alarmsirenen in Benzen, Hollige, Altenboitzen, Klein Eilstorf, Groß Eilstorf und Kirchboitzen. Ebenfalls alarmiert wird der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Walsrode. Was zu diesem Zeitpunkt keiner ahnt: Bei der Lage handelt es sich nur um eine Übung.

Als die ersten Einsatzkräfte wenig später eintreffen, müssen sie feststellen, dass es laut Übungsszenario in einer Halle bei Schweißarbeiten zu einer Verpuffung gekommen ist und noch vier Personen vermisst werden. Umgehend rüsten sich Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten aus und beginnen Schlauchleitungen zu verlegen, um eine Wasserversorgung herzustellen. Doch dabei ergibt sich eine weitere Übungshürde für die Kameraden: Das öffentliche Hydrantennetz ist ausgefallen. So müssen die Kräfte eine etwa 700 Meter lange Schlauchleitung zur Böhme verlegen.

Dies bedeutet viel Koordinationsarbeit für den Einsatzleiter Manfred Bolsewig. Der Ehrenortsbrandmeister und derzeitige stellvertretende Ortsbrandmeister der Benzer Feuerwehr ahnt zu Beginn der Übung noch nicht, dass diese ein spezielles Abschiedsgeschenk von seinem “Chef” Simon Behr an ihn ist. Bolsewig wird im März aus dem Amt ausscheiden.

Nach einigen Minuten steht die Wasserförderstrecke von der Böhme bis zur Einsatzstelle. Mehrere Pumpen werden dafür benötigt. Parallel dazu beginnen die Atemschutztrupps mit der Menschenrettung in der Halle - unter anderem mit Hilfe der Wärmebildkamera. Nachdem alle Übungsziele erreicht wurden, konnte der Rückbau der eingesetzten Materialien beginnen. Übungsleiter Simon Behr zeigte sich mit der Leistung der Einsatzkräfte zufrieden. Einige kleine Verbesserungspotenziale wurden erkannt und werden demnächst in die Ausbildung einfließen. Ein Dank ging auch an Familie Willers für die Bereitstellung des Übungsobjektes.

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