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NABU informiert über den Pirol, der gerne hohe Bäume in der Nähe von Gewässern bewohnt

Große Sorge um den goldgelben “Pfingstvogel”

Gefährdet: Der Pirol. Foto: NABU/Werner Heinrichs
Gefährdet: Der Pirol. Foto: NABU/Werner Heinrichs
WALSRODE - 27. Mai 2021 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Unter dem volkstümlichen Namen “Pfingstvogel” kann sich hierzulande kaum jemand etwas vorstellen - nicht mehr: Und doch geht es um eine ganz besonders auffällige, für unsere Breiten große Vogelart: den Pirol. Männliche Pirole mit ihrem goldgelb-schwarzen Gefieder - die Weibchen sind grünlich-schwarz ausgefärbt - erreichen die stattliche Größe einer Amsel.

Dass sie den Menschen kaum auffallen, liegt an ihrer Lebensweise. Sie zählen zu den Bewohnern der Baumkronen. “Aber den Gesang, den flötenden Ruf, wird kein Vogelfan vergessen”, sagt Rüdiger Wohlers vom Naturschutzbund in Niedersachsen (NABU).

Der Pirol kehrt Ende April, Anfang Mai zurück, nachdem er den Winter im tropischen Afrika verbracht hat. Es sind ungeheure Flugleistungen, die der Pirol erbringen muss, denn seine Überwinterungsgebiete liegen südlich der Sahara, insbesondere in den Wäldern Ostafrikas bis hinunter nach Mosambik. Aber auch in West- und Südafrika überwintern sie. Bereits Ende Juli, Anfang August machen sich die hiesigen Pirole nach dem Ende der Brut wieder auf den langen Weg gen Süden.

Und doch macht sich der NABU Niedersachsen Sorgen um den Pirol, der aufgrund seiner Gefährdung mittlerweile bis in die Vorwarnliste der Roten Liste der gefährdeten Arten vorgerückt ist. Pirole lieben Standorte mit großen, stattlichen Bäumen, sehr gern in Gewässernähe wie Auwälder, alte Parks, aber auch Alleen, große Gärten und Streuobstwiesen mit altem, hohem Baumbestand. Aber: Auwälder sind großenteils verschwunden, viele Streuobstwiesen ebenso. Auch die Hauptnahrung, Insekten, wird weniger. Und in seinen Überwinterungsgebieten schwinden die tropischen Wälder durch Einschlag und infolge des Klimawandels. Hinzu kommt, dass etliche Pirole immer noch auf ihrem langen Zugweg illegal getötet werden. Wohlers rät: “ Wer den Platz in seinem Garten hat, kann Eiche, Erle, Pappel und andere Großbäume pflanzen und sie groß wachsen lassen.”

Der NABU hält ein Info-Paket mit Bauplänen für Nisthilfen und der Broschüre “Vögel im Garten” bereit. Es kann angefordert werden gegen Einsendung einer Fünf-Euro-Note beim NABU Niedersachsen, Stichwort “Vögel im Garten”, Alleestraße 36, 30167 Hannover.

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