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Fraktion fragt nach Stand der Dinge bei der Sanierung des Krelinger Schießstandes

Grüne fordern Transparenz

Unter anderem beim Tontaubenschießen auf dem Schießstand in Krelingen gelangen seit Jahren Schadstoffe in die Umwelt. Für die “Entsorgung” von verunreinigtem Boden soll eine Firma engagiert werden. Geplant ist die Errichtung eines Walls, er soll 26 Meter hoch, 100 Meter breit und 300 Meter lang werden. Mit dem Geld für diese sogenannte Deponierung des Bodens könnte die Kreisjägerschaft von den Kosten bei der anstehenden Sanierung entlastet werden. Foto: Archiv
Unter anderem beim Tontaubenschießen auf dem Schießstand in Krelingen gelangen seit Jahren Schadstoffe in die Umwelt. Für die “Entsorgung” von verunreinigtem Boden soll eine Firma engagiert werden. Geplant ist die Errichtung eines Walls, er soll 26 Meter hoch, 100 Meter breit und 300 Meter lang werden. Mit dem Geld für diese sogenannte Deponierung des Bodens könnte die Kreisjägerschaft von den Kosten bei der anstehenden Sanierung entlastet werden. Foto: Archiv
KRELINGEN - 26. September 2020 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Auf dem Gelände des Schießstandes in Krelingen ist durch das Schießen mit bleihaltiger Munition der Boden verunreinigt worden und muss saniert werden. Um die Sanierung zu finanzieren, plant die Kreisjägerschaft einen Vertrag mit einer Firma, die für die “Entsorgung” von verunreinigtem Boden - sogenanntem Z2-Boden - bezahlt. Geplant ist die Errichtung eines Walls, er soll 26 Meter hoch, 100 Meter breit und 300 Meter lang werden. Mit dem Geld für diese sogenannte Deponierung des Bodens könnte die Kreisjägerschaft von den Kosten bei der anstehenden Sanierung entlastet werden.

Bündnis 90/Die Grünen im Walsroder Stadtrat kritisieren allerdings das Vorhaben: Für die Aufschüttung des Walls müssten mehrere Hektar Wald abgeholzt und der gesamte Boden mit Folie eingekleidet werden, heißt es in der Pressemitteilung des Bündnisses. Unter dem Strich könnte das wohl einen noch größeren Umweltschaden bedeuten, als jener, der bestehe.

Unklar sei auch, wie die Anwohner durch die “vermutlich jahrelange Anlieferung des Bodens mit schweren Lkw belastet” würden. Für die Ratsfraktion der Grünen in Walsrode stellt sich insbesondere die Frage nach der Verantwortlichkeit für die Planung und Durchführung dieses aus ihrer Sicht fragwürdigen Projektes. “Da wir bisher widersprüchliche Aussagen bekommen haben, haben wir eine schriftliche Anfrage an die Bürgermeisterin, Frau Spöring, gestellt. Es kann doch nicht sein, dass bei solch einem Vorhaben weder geklärt ist, wer die Baugenehmigung erteilen soll, noch wer für die Folgekosten aufkommt”, so Ellen Gause als Sprecherin der Fraktion. Sie und ihre Mitstreiter hätten im Moment den Eindruck, dass die Verantwortung zwischen Landkreis und Stadt hin und her geschoben werde.

Bevor für solch ein Vorhaben grünes Licht gegeben werde, müssten alle Folgen für die Allgemeinheit geklärt sein, fordert Gause, “damit nicht neben den Umweltschäden die Steuerzahler in einigen Jahren für die Sanierungskosten aufkommen müssen.”

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