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Intensive Gespräche mit überraschenden Ergebnissen

Hannoveraner Verband neu aufgestellt

Das designierte Präsidium des Hannoveraner Verbandes (von links): Hergen Forkert, Harald Thelker, Dr. Hinni Lührs-Behnke, Carsten Leopold, Dieter Meyer und Matthias Klatt. Foto: Hannoveraner Verband
Das designierte Präsidium des Hannoveraner Verbandes (von links): Hergen Forkert, Harald Thelker, Dr. Hinni Lührs-Behnke, Carsten Leopold, Dieter Meyer und Matthias Klatt. Foto: Hannoveraner Verband
VERDEN - 25. August 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Bei der Versammlung der Delegierten wurde Dr. Hinni Lührs-Behnke nach neuneinhalbstündiger Sitzung zum neuen Präsidenten gewählt, Ernestine Zwingmann aus Lindwedel ist nun Vorsitzende des neu geschaffenen Aufsichtsrats.

Dr. Hinni Lührs-Behnke wurde zum neuen Präsidenten des Hannoveraner Verbandes gewählt. “Die Züchter sind das Herz des Verbandes”, sagte der 48-Jährige. Vorsitzende des neu geschaffenen Aufsichtsrats wurde Ernestine Zwingmann aus Lindwedel. Es sei eine Delegiertenversammlung gewesen, die in die Geschichte des Hannoveraner Verbandes eingehen werde, heißt es in der Pressemitteilung. Denn in vielen Bereichen würden nun die Weichen nach der im Februar beschlossenen Strukturreform neu gestellt, indem zahlreiche Verbandsgremien neu geschaffen wurden.

Im neuneinhalbstündigen Sitzungsmarathon in der Niedersachsenhalle wurde Carsten Leopold aus Bassum als stellvertretender Präsident gewählt. Er war zuvor für den Bereich Finanzen, Recht und Personal in das vierköpfige Präsidium gekommen. Harald Thelker aus Venne wurde für den Bereich Züchterbindung gewählt. Das Präsidium Dressur wird Matthias Klatt aus Hahausen übernehmen. Die Sparte Springen wird von Hergen Forkert besetzt. Die Delegierten wählten außerdem Dieter Meyer aus Verden für den Bereich Vermarktung.

Mitglieder im fünfköpfigen Aufsichtsrat, dessen wesentliche Aufgaben Beratung und Kontrolle des Vorstands sind, werden neben der Vorsitzenden Ernestine Zwingmann Hendrik Hüsker aus Syke-Wachendorf als stellvertretender Vorsitzender sowie Matthias Bug aus Petersberg, Achim Schacke aus Wittingen und Matthias Gruppe aus Groß Sisbeck, sein.

Stefan Blanken, Hepstedt, und Anja Rietbrock, Sottrum, wurden in den Zuchtausschuss Dressur gewählt. Den Zuchtausschuss Springen bilden Heide Peters aus Hammah und Oliver Ross aus Thedinghausen. Den Schwerpunkt auf die Vielseitigkeit legen Iris Schless aus Kevelaer und Ulrike Edel-Heidhues aus Bad Harzburg.

Zu guter Letzt wählten die Delegierten Norbert Bramlage aus Dinklage als Good Governance-Beauftragten. Nach wie vor gehören die Vorsitzenden der Bezirksverbände zu den Gremien. Das neugewählte Präsidium und die Gremien werden ihre Arbeit aufnehmen, wenn die für die Strukturreform notwendig gewordenen Satzungsänderungen vom zuständigen Amtsgericht bestätigt worden sind.

Nachdem zu Jahresbeginn in der ersten Delegiertenversammlung auf das vergangene Jahr bereits ausführlich zurückgeblickt worden war, schilderte Wilken Treu in seinem Geschäftsbericht die finanzielle Situation und verkündete die “schwarze Null” im Ergebnis. “Viele Veranstaltungen sind ausgefallen. Wir wollen Sie ermutigen, im nächsten Jahr wieder loszulegen”, sagte er. Zuchtleiter Ulrich Hahne zog ebenfalls eine positive Bilanz der züchterischen Veranstaltungen, deren Höhepunkt die Herwart-von der-Decken-Schau gewesen sei.

Längere Diskussionen gab es zum Thema “Wegfall der Altersbegrenzung”, über die aufgrund von Unklarheiten in der Auslegung der Antragstellung zweimal abgestimmt werden musste. Obwohl es bei der ersten Abstimmung eine Mehrheit für die Abschaffung der Altersgrenze zur Besetzung von Gremien gab, die bei 66 Jahren lag, handelte es sich um einen Antrag, der auch auf Satzungsänderung abszielte. Zur Satzungsänderung dieser Altersgrenze hätte es aber einer Zwei-Drittel-Mehrheit bedurft. Die kam im zweiten Anlauf nicht zustande.

Auch die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung wurde erst nach eingehender Beratung vorgenommen. Für die Entlastung wurde das Geschäftsjahr 2019 in drei Abschnitte geteilt: Am 13. Mai schied der damalige Geschäftsführer Dr. Werner Schade aus. Für diesen Zeitraum erteilten die Delegierten keine Entlastung. In den folgenden Monaten lag die Geschäftsführung bei dem stellvertretenden Geschäftsführer Dr. Henrik von der Ahe. Am 1. Dezember wurde Wilken Treu Geschäftsführer. Für beide Zeiträume wurde die Geschäftsführung entlastet. Gravierender wiegt aber, dass der komplette Vorstand für das gesamte Geschäftsjahr nicht entlastet wurde.

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