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Offener Brief: Beschäftigte des Heidekreis-Klinikums sprechen sich für Standort bei Bad Fallingbostel aus

HKK-Betriebsrat unterstützt Neubau in Bad Fallingbostel

Für ein Gesamtklinikum am Standort “F4”: Betriebsrat und JAV möchten die 1000 Arbeitsplätze gesichert wissen. Foto: WZ-Archiv/Meyland
Für ein Gesamtklinikum am Standort “F4”: Betriebsrat und JAV möchten die 1000 Arbeitsplätze gesichert wissen. Foto: WZ-Archiv/Meyland
WALSRODE - 09. Oktober 2020 - 09:43 UHR - VON REDAKTION

In der Diskussion um den Standort des Krankenhausneubaus melden sich nun auch der Betriebsrat und die Jugendarbeitnehmervertretung (JAV) des Heidekreis-Klinikums (HKK) zu Wort. Sie sprechen sich für einen Neubau des HKK am Standort “F4” aus. Für sie gehe es neben der Entstehung eines modernen Hauses für die Zukunft, in dem nach neuesten Standards gearbeitet werden kann, auch um die Sicherung von mehr als 1000 Arbeitsplätzen und den Erhalt der kommunalen Trägerschaft. Stellvertretend haben Anke Wolters-Rengstorf für den Betriebsrat und Nicolai Roggon für die JAV einen offenen Brief verfasst:

“Wir, der Betriebsrat und die Jugendarbeitnehmervertretung des Heidekreis-Klinikums machen uns Sorgen um die Zukunft unseres Unternehmens, um die Arbeitsplätze unserer Kolleginnen und Kollegen und damit unmittelbar verbunden auch um die umfassende Versorgung unserer Patienten. Unser Arbeiten wird in Zukunft ein noch kreativerer Prozess sein: Jede Entscheidung, die wir heute treffen, stellt eine Weiche für die Zukunft und ist der Anfang einer neuen Richtung. Ohne Veränderung gibt es keine Weiterentwicklung. Stillstand ist Rückschritt.

Gerade in unserer Branche herrscht ein enormer Fachkräftemangel. Es wird immer schwieriger, neue Kolleginnen und Kollegen für fast alle Berufsgruppen im Krankenhaus in unsere ländliche Umgebung zu gewinnen. Ärzte und Pflegekräfte, um nur einige Beispiele zu nennen, suchen Arbeitgeber, die ihnen ein modernes Umfeld bieten, in dem sie sich weiterentwickeln können und sich langfristig binden. Baulich lässt sich vieles nicht mehr an unseren alten Standorten modernisieren oder optimieren.

Dadurch sind unsere Kolleginnen und Kollegen Mehrbelastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt und lassen das Heidekreis-Klinikum als Arbeitgeber im Vergleich zu anderen Kliniken unattraktiv wirken. Abwanderungen und Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung sind die Folge.

Sollte der Bürgerentscheid einen Neubau verhindern, ist die Chance vertan, ein modernstes Krankenhaus für die nächsten Generationen zu bauen. Es ist dann nicht mehr möglich, für unsere Patienten die Sicherheit und Versorgung nach den neuesten medizinischen und pflegerischen Erkenntnissen zu erhöhen. Die Einführung von neuen medizinischen Angeboten für den Landkreis ist dann nahezu nicht mehr gegeben.

Wir, der Betriebsrat und die Jugendarbeitnehmervertretung, wünschen uns ein zukunftsfähiges Gesamtklinikum für den Heidekreis in Bad Fallingbostel!

Einen zentralen Punkt für eine gesicherte Versorgung mit aktuellster medizinischer Ausstattung. Einen sicheren Arbeitsplatz für mehr als 1000 Kolleginnen und Kollegen unter kommunaler Trägerschaft. Ein Klinikum, in dem unsere Auszubildenden nach den neuesten Erkenntnissen und Standards ausgebildet werden und zusammen mit den erfahrenen Kolleginnen und Kollegen unserem Unternehmen erhalten bleiben. Um gemeinsam alle Patienten auf höchstem Niveau versorgen zu können.

Unser Wunsch muss Wirklichkeit werden: Unterstützen Sie ein neues Gesamtklinikum am Standort Bad Fallingbostel.”

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