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Die junge Medizinerin Jana Arnold absolviert ihre zweijährige Weiterbildung ganz bewusst im Heidekreis

Ihr Wunsch: Landärztin

Fühlt sich wohl auf dem Lande: Jana Arnold interessierte sich bereits im Studium für das Fach Allgemeinmedizin. Foto: Heidekreis
Fühlt sich wohl auf dem Lande: Jana Arnold interessierte sich bereits im Studium für das Fach Allgemeinmedizin. Foto: Heidekreis
NEUENKIRCHEN - 19. Januar 2021 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Seit November 2020 ist die junge Medizinerin Jana Arnold in der Arztpraxis von Dr. Heino Feldbrügge und Doreen Kleine Stegemann in Neuenkirchen tätig. Sie absolviert dort eine zweijährige Weiterbildung, die für die Anerkennung als Fachärztin für Allgemeinmedizin erforderlich ist. Der Heidekreis unterstützt diese Ausbildung mit einer monatlichen Förderung. Ziel dieser Förderung ist die langfristige medizinische Versorgung der Menschen im Heidekreis, insbesondere im Bereich der Allgemeinmedizin.

Studiert an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Jana Arnold hat sich bewusst für Neuenkirchen entschieden und berichtet über ihre ersten Erfahrungen in einer Landarztpraxis - den Heidekreis kannte sie bereits, denn sie hat nach der Approbation Ende 2017 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main ihre erste Stelle im Heidekreis-Klinikum Soltau begonnen. Dort war sie von Beginn an als Assistenzärztin für Allgemeinmedizin beschäftigt und konnte in verschiedenen Fachrichtungen, besonders der Inneren Medizin und auch der Unfallchirurgie Erfahrungen sammeln. “Nach knapp drei Jahren Klinik wurde es nun Zeit für die Weiterbildung in der Praxis”, erklärt sie.

Sie könne sich gut vorstellen, später eine Landarztpraxis zu führen

Bereits im Studium habe sie das Fach Allgemeinmedizin gereizt, sagt Jana Arnold. Das erste Monatspraktikum absolvierte sie so auch in einer Landarztpraxis in Rheinland-Pfalz. “Danach war für mich klar, dass ich Hausärztin werden möchte.” Besonders gefallen haben ihr das breite Spektrum an Patienten, vom Kind bis zum Senior, die vielfältigen Krankheitsbilder und die langjährige Betreuung. Sie könne sich gut vorstellen, später mit einem oder mehreren Kollegen eine Landarztpraxis zu führen. Ganz alleine wolle sie eine solche Praxis jedoch nicht unterhalten aufgrund der hohen Arbeitsbelastung.

Zunächst wird sie jedoch für zwei Jahre in Neuenkirchen in der Praxis ausgebildet. Dann folgen noch drei Monate in einer anderen Fachrichtung, die noch nicht feststeht. Anschließend kann Jana Arnold die Facharztprüfung ablegen und sich niederlassen. Die Praxis in Neuenkirchen sei eine typische Landarztpraxis, “wie ich sie mir auch für meine berufliche Zukunft vorstellen kann”. Auch der zusätzliche Schwerpunkt Palliativmedizin und die Mitbetreuung von Pflegeeinrichtungen sei von Interesse gewesen.

Mit einer Vielzahl von Fachgebieten konfrontiert

“Zu Beginn musste ich mich allgemein sehr umstellen, da sich das Arbeiten in einer Praxis sehr von der klinischen Arbeit unterscheidet”, berichtet die Medizinerin weiter. Neben bürokratischen Hürden habe sie sich auch daran gewöhnen müssen, dass das Patientenkollektiv völlig gemischt und nicht fachlich vorsortiert sei. So könne man an einem Vormittag mit Krankheitsbildern aus einer Vielzahl von Fachgebieten konfrontiert sein. Mittlerweile habe sie sich aber gut eingelebt, dank der guten Zusammenarbeit im Team. Zudem seien die meisten Patienten ihr gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert, wie die neue Ärztin “so tickt”. Manchmal sei aber auch einige Überzeugungsarbeit nötig, um eine Vertrauensbasis schaffen zu können. Die Patienten seien es schon gewohnt, dass von Zeit zu Zeit eine neue Assistenzärztin oder ein neuer Assistenzarzt in die Praxis komme, das habe ihr ebenfalls den Anfang erleichtert.

Die vertrauensvolle Verbindung zu den Patienten sei eine große Herausforderung gewesen, ebenso wie viele Krankheitsbilder “die ich bislang noch nicht behandelt hatte. Da musste ich manches Mal meine Kolleginnen und Kollegen oder die Literatur befragen.” Auch die Corona-Pandemie spiele besonders im Rahmen der infektiologischen Sprechstunde eine große Rolle. Die Sorgen und die Verunsicherung der Patienten stünden bei vielen Gesprächen im Vordergrund.

Finanzielle Unterstützung hilft

Die Förderung seitens des Landkreises sei nicht in erster Linie ausschlaggebend für Jana Arnold gewesen, die Weiterbildung im Heidekreis zu absolvieren. “Das geschah primär aufgrund meiner Überzeugung, hier eine gute Ausbildung zu erhalten.” Dennoch helfe die finanzielle Unterstützung ihr dabei, sich im Heidekreis ein Leben aufzubauen. Und: “Ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, langfristig als Hausärztin im Heidekreis tätig zu sein.”

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