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Bundeswehr und Feuerwehr üben mit Transporthubschraubern den Einsatz gegen Feuer

Im Fall eines Waldbrands vorbereitet

Auch im Heidekreis kann es bei extremer Hitze und Trockenheit zu Waldbränden kommen - beispielsweise im vergangenen Jahr in Schwarmstedt an der A7. Foto: Archiv/Butt
Auch im Heidekreis kann es bei extremer Hitze und Trockenheit zu Waldbränden kommen - beispielsweise im vergangenen Jahr in Schwarmstedt an der A7. Foto: Archiv/Butt
MUNSTER - 15. August 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Die Brandbekämpfung aus der Luft und das Zusammenspiel von Bundeswehr und Feuerwehr müssen gut eintrainiert sein. Genau das stand am vergangenen Donnerstag, 12. August, in Munster im Mittelpunkt einer Übung. Dabei gingen zwei von insgesamt 23 in Faßberg stationierte Nato-Helicopter-90 - kurz NH-90 - in die Luft. Geübt wurde die Abstimmung mit den Feuerwehren am Boden, um im Einsatzfall schnell Löschwasser an einen Brandort zu bringen. Das passiert beispielsweise mit einem großen Außenbehälter, der an einer 19 Meter langen Leine befestigt wird. Der sogenannte “Fire Fighting Bambi Bucket” hat ein Volumen von 2000 Liter Wasser und kann dies gezielt abwerfen. So könne man einen Flächenbrand beregnen und auch punktgenau löschen, erklärte Pilot Thomas Frank. Insgesamt zwei Piloten und ein Bordtechniker gehören zum Team im Hubschrauber.

Die Waldbrandgefahr

Die Waldbrandgefahr ist im ersten Halbjahr in Niedersachsen im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen. Die Einsatztage der Waldbrandzentrale in Lüneburg halbierten sich verglichen mit dem Hitzesommer 2018. Und die Zahl der Meldungen betrug nur noch etwa ein Drittel, wie die Landesforststellen berechneten. Es sei nicht so schlimm wie in den Vorjahren. Es habe im Hochsommer nur wenige Tage gegeben, an denen eine Waldbrandgefahr bestand, sagte Knut Sierk, Sprecher der Landesforstanstalt.

Die Waldbrandzentrale in Lüneburg sei bisher an 50 Tagen besetzt gewesen, 2018 wurden 99 Tage notiert, 2019 waren es 80 und im vergangenen Jahr 85. In diesem Jahr wurden 140 Brände entdeckt und an die Feuerwehren gemeldet, vor drei Jahren waren es 405. Das überwachte Gebiet erstreckt sich auf die Landkreise Lüneburg, Heidekreis, Uelzen, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Celle.

Oft reicht ein Funken aus

Im Land gelten vor allem der Osten und der Süden mit der Heide und dem Harz als besonders waldbrandgefährdet. Bei hoher bis sehr hoher Waldbrandgefahr steigen in Lüneburg und Hildesheim dann Feuerwehrflieger zu Kontrollflügen auf. Die kleinen Motorflugzeuge können auch die Einsätze der Feuerwehren lenken, wenn zum Beispiel der Wind dreht oder um an einen versteckten Brandherd zu kommen.

So lange die Vegetation satt grün sei wie in diesem Sommer, sei die tatsächliche Gefahr relativ niedrig. Im Herbst schnelle sie jedoch mit absterbendem Laub hoch, sagte Knut Sierk von der Landesforstanstalt. Oft brauche es dann nur einen Funken für einen Brand, auch wenn die Temperaturen gar nicht hoch seien. (dpa)

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