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Welttag der Patientensicherheit: Klinikum verweist auf Relevanz von Händedesinfektion

In 30 Sekunden zum Ziel

Blick in die Blackbox: Christoph Widemann erklärt, wie sich jeder die Hände richtig desinfiziert.Foto: HKK/Manuela Stehr-Schmidt
Blick in die Blackbox: Christoph Widemann erklärt, wie sich jeder die Hände richtig desinfiziert.Foto: HKK/Manuela Stehr-Schmidt
WALSRODE - 20. September 2019 - 16:00 UHR - VON REDAKTION

Der erste “Welttag der Patientensicherheit” fand vor kurzem im Heidekreis-Klinikum statt. Grundsätzlich stehe an jedem Tag im Jahr an den Standorten des Heidekreis-Klinikums die Sicherheit der Patienten an erster Stelle, so der Geschäftsführer, Dr. Achim Rogge. Deshalb gebe es im Heidekreis-Klinikum verbindliche Standards, an die sich alle halten müssen.

So werde mit dem Anlegen eines Patientenarmbandes, gleich nach der Aufnahme, der erste Sicherheitscheck möglich gemacht. Das Armband helfe, bei jedem Behandlungsschritt die Identität des Patienten kontrollieren zu können, und verhindere Verwechslungen, beispielsweise bei Medikamenten und Operationen.

Apropos Operationen - ohne Sicherheits-Check gehen auch die nicht vonstatten. Eine Sicherheits-Checkliste, nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt, lässt dreimal überprüfen, ob unter anderem der richtige Patient an der richtigen “Stelle” operiert wird, ob nach der Operation zum Beispiel alle Instrumentarien wieder außerhalb der Körperöffnung sind. “Die OP-Checkliste unterteilt sich in die Gebiete Einleitung der Narkose, OP-Beginn und OP-Ende, erklärt Christoph Widemann, Hygienefachkraft am Heidekreis-Klinikum.

Die wichtigste Maßnahme in jedem Krankenhaus sei aber die Hände-Hygiene. Um sich und andere zu schützen, sei die Händedesinfektion die wichtigste und effektivste Maßnahme.

Deshalb zeigte das Heidekreis-Klinikum an beiden Standorten zum Welttag der Patientensicherheit in den Eingangshallen Patienten, Angehörigen, Besuchern und auch Mitarbeitenden, wie man seine Hände richtig desinfiziert. Ein Blick in die Blackbox - das Gerät macht durch Fluoreszenz die Hautstellen sichtbar, die nicht vom Desinfektionsmittel erreicht wurden - verriet danach, wie effektiv die Händedesinfektion tatsächlich war. Hygienefachkraft Christoph Widemann sagt dazu: “Nur wer sich mindestens 30 Sekunden lang die Hände mit einem Desinfektionsmittel intensiv und flächendeckend einreibt, kann den Kampf gegen Keime gewinnen.”

Auch im Heidekreis-Klinikum wird, wie in vielen anderen Krankenhäusern Deutschlands auch, mit dem sogenannten CIRS-Konzept (Berichtssystem über kritische Vorkommnisse) gearbeitet. Der CIRS-Beauftragter Thorsten Stein erläutert: “CIRS ist ein anonymes Fehlermeldesystem, über das alle Mitarbeitende im Klinikum die Möglichkeit haben, Vorfälle zu melden, die beinahe zum Schaden geführt hätten - oder aber zu einem Schaden führen könnten.”

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