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Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit: Walsroder fahren mit dem Bus nach Gernrode

Informative Reise in die Welterbe-Stadt

Seit fast 30 Jahren im Austausch: Die Bürger aus Walsrode und Gernrode. Foto: Hartmann
Seit fast 30 Jahren im Austausch: Die Bürger aus Walsrode und Gernrode. Foto: Hartmann
WALSRODE - 13. Oktober 2019 - 14:00 UHR - VON REDAKTION

Seit 1990 besuchen sich am Tag der Deutschen Einheit abwechselnd Gruppen aus den Partnerstädten Gernrode (jetzt Ortsteil von Quedlinburg) und Walsrode. In diesem Jahr hatte Monika Seidel im Namen des Gernrode-Komitees zu einer Busfahrt nach Quedlinburg und Gernrode eingeladen, an der 38 Personen, unter ihnen auch Bürgermeisterin Helma Spöring, teilnahmen.

In Quedlinburg begrüßten Manfred Kaßebaum als Ortsteilbürgermeister von Gernrode und drei weitere Mitglieder des Gernröder Kulturvereins “Andreas Popperodt” die Reisegruppe und begleitete sie zur Festsitzung des Stadtrates, die im historischen Ratsaal des Rathauses der Welterbe-Stadt stattfand. Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister Frank Ruch schilderte der Diakon und ehemalige Kreisjugendwart Hans Jaekel in einem beeindruckenden Vortrag, wie “unter dem Dach der Kirche” in den Monaten vor dem 9. November 1989 der Widerstand gegen die staatlichen Strukturen der DDR wuchs, wie sich die Bevölkerung Quedlinburgs mehr und mehr daran beteiligte, bis hin zu großen Versammlungen in den Kirchen und großen Demonstrationszügen. So kam es mit dem Prinzip absoluter Gewaltlosigkeit zur “friedlichen Revolution”, dem “Wunder der Kerzen”.

Auch heute kämen gesellschaftspolitische Herausforderungen auf die Menschen zu, zum Beispiel durch “Fridays For Future”, sagte Hans Jaekel, und wieder gehe es um den Frieden untereinander. Anschließend wurde Professor Dr. Manfred Neumann, der langjährige Leiter des Julius-Kühn-Instituts und der Bundesforschungsanstalt für Kulturpflanzen, zum Ehrenbürger der Welterbe-Stadt Quedlinburg ernannt. Die Ratssitzung endete mit der gemeinsam gesungenen Nationalhymne. Eine Stadtführung mit Marlen Hartmann schloss den Aufenthalt in Quedlinburg ab.

In Gernrode hatten Mitglieder des Kulturvereins in der Elementarschule ein Mittagessen vorbereitet, anschließend sahen die Besucher zwei Kurzfilme. Nach dem Kaffeetrinken veranschaulichte die Kunsterzieherin Sabine Schönbeck mit Fotos und Gemälden die kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit Gernrodes um 1900. Der Programmabschluss: eine historische Unterrichtsstunde im alten Schulraum mit der “Lehrerin” Gabi Schober. Die Walsroder Gäste waren gefordert und amüsiert zugleich.

Dankbar für einen erkenntnis- und erlebnisreichen Tag kehrten die Walsroder zurück. Die Begeg-nungen mit den Gernrödern werden fortgesetzt, schon im kommenden Jahr.

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