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“Gegen Gasbohren”, der Zusammenschluss der Initiativen gegen Fracking, stellt Forderungen auf

Initiativen beschließen Resolution

Gemeinsame Sache: Vertreter zahlreicher Bürgerinitiativen, unter anderem Peter Jahnke, Mitglied des Sprecherrates der BI Walsrode (Bildmitte) formulierten die sogenannte Loccumer Resolution. red
Gemeinsame Sache: Vertreter zahlreicher Bürgerinitiativen, unter anderem Peter Jahnke, Mitglied des Sprecherrates der BI Walsrode (Bildmitte) formulierten die sogenannte Loccumer Resolution. red
WALSRODE - 10. Mai 2019 - 11:00 UHR - VON REDAKTION

Auf seinem Bundestreffen, an dem der Bomlitzer Peter Jahnke als Mitglied des Sprecherrates der BI Walsrode teilgenommen hat, hat “Gegen Gasbohren”, der Zusammenschluss der bundesdeutschen Initiativen gegen Fracking, die Loccumer Resolution beschlossen. Die Initiativen betonen in dieser Resolution, dass Deutschland seine Verpflichtungen zum Klimaschutz, die aus dem Pariser Abkommen resultieren, bisher nicht in entsprechende Maßnahmen umgesetzt habe. Insbesondere wegen der äußerst hohen Klimaschädlichkeit von LNG (Liquiefied Natural Gas) aus Fracking-Erdgas fordern die Initiativen, keine LNG-Projekte sowie die dazu gehörende Infrastruktur in Deutschland zu verwirklichen und auch nicht anderswo zu unterstützen.

Zudem fordert “Gegen Gasbohren” ein Ende der Erdgasförderung in Deutschland. Neue Aufsuchungserlaubnisse und Bewilligungen dürften demnach nicht mehr erteilt werden. Bestehende Erlaubnisse und Bewilligungen dürften nicht mehr verlängert werden und müssten spätestens 2025 auslaufen. Alle existierenden Bohrungen sowie Altbohrungen sollten insbesondere auf die Emissionen des klimaschädlichen Methans überprüft werden. Die Kosten dafür seien von den Erdgasförderunternehmen zu tragen.

Zum Thema “Klimaschutz” ist “Gegen Gasbohren” auch in einen Gedankenaustausch mit “Fridays for Future” eingetreten. Zwei Vertreterinnen der Schulstreikbewegung diskutierten mit den Initiativen in Loccum. Die Initiative beschloss in der Loccumer Resolution, die Ziele der neuen Bewegung für eine wirksame Dekarbonisierung zu unterstützen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens in Loccum war die niedersächsische Abstandsstudie zu hämatologischen Krebserkrankungen im Umfeld von Erdöl- und Erdgasförderanlagen sowie zu Bohrschlammgruben. Dabei waren sich die Initiativen einig, dass diese Studie nur ein Anfang sein könne. Es seien weitere und weitergehende Studien erforderlich.

Für das nächste Jahr ist das Folgetreffen geplant, falls keine dringenden Vorkommnisse einen früheren Termin erfordern.

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