Lokales

/lokales/innovative-ideen-fuer-die-gaenseweide_10_111840835-21-.html/ / 1

Studentischer Ideenwettbewerb zur Entwicklung des Gebiets an der Gänseweide: Entwürfe liegen vor

Innovative Ideen für die “Gänseweide”

Unterschiedliche Entwürfe: Die Arbeiten der Studenten können am 13. Februar ab 16 Uhr im Ratssaal der Stadt Walsrode besichtigt werden. Foto: Stadt Walsrode
Unterschiedliche Entwürfe: Die Arbeiten der Studenten können am 13. Februar ab 16 Uhr im Ratssaal der Stadt Walsrode besichtigt werden. Foto: Stadt Walsrode
WALSRODE - 04. Februar 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Ende September vergangenen Jahres fand in Walsrode die Auftaktveranstaltung des studentischen Ideenwettbewerbes zur städtebaulichen Neuordnung und Entwicklung des Gebietes an der Gänseweide statt (WZ berichtete). Unter der Leitung von Professor Dr. Karsten Ley von der Hochschule 21 aus Buxtehude hatten sich die 20 Studierenden aus dem fünften bis siebten Semester des Studiengangs Architektur - nach einer theoretischen Einführung in die Thematik - einen ersten Eindruck von dem rund 3,5 Hektar großen Plangebiet vor Ort machen können.

Der Wettbewerb dient dazu, für das ehemals gewerblich genutzte, größtenteils brachliegende Gelände unterschiedliche Planungsvarianten und Lösungsansätze zur zukünftigen städtebaulichen Entwicklung zu erhalten. Als Aufgabenkatalog war den Studierenden dabei mit auf den Weg gegeben worden, Entwürfe für ein sogenanntes urbanes Quartier zu erarbeiten - das heißt, für ein mischgenutztes und lebendiges Quartier mit einem Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten sowie kulturellem und sozialem Leben.

Städtebaulich-architektonisch waren innovative Konzepte gefragt: gerade nicht das in Walsrode vorherrschende klassische Einfamilienhausgebiet, sondern ein lebendiges Quartier mit einem Platz als Ort zum Verweilen und Treffen, verdichteter, auch mehrgeschossiger Bauweise sowie einer ökologisch nachhaltigen Konzeptionierung. Die architektonisch wertvollen alten Backsteingebäude sollten nach Möglichkeit in die Planung integriert werden.

Anhand dieser Vorgaben haben sich die Studierenden in den vergangenen Monaten intensiv mit dem durch seine besondere Lagegunst am Rande der Kernstadt im Übergang zum Benzer Sunder gekennzeichneten Gebiet auseinandergesetzt und unterschiedlichste Entwürfe entwickelt, welche jetzt in Form von großformatigen Plakaten und 3D-Modellen, ergänzt durch Booklets, vorliegen.

Am Donnerstag, 13. Februar, können die Entwürfe ab 16 Uhr im Ratssaal der Stadt Walsrode im Rahmen der Preisverleihung besichtigt werden. Für die Gäste der öffentlichen Veranstaltung besteht dabei die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre mit den anwesenden Studierenden über die zum Teil hochklassigen Planungen (insgesamt elf Stück) ins Gespräch zu kommen. Um 18 Uhr werden dann drei vorausgewählte Entwürfe von den Studierenden der Jury - bestehend aus den Stadtratsmitgliedern, Vertretern der Grundstücksgesellschaft Südheide, der Stadtwerke Böhmetal, der Hochschule 21, der Planungsgemeinschaft Nord aus Rotenburg sowie der Stadtverwaltung - vorgestellt. Diese bewertet die Arbeiten, und im Anschluss erfolgt die Preisvergabe mit einer Preissumme von 2500 Euro für den ersten, 1500 Euro für den zweiten und 1000 Euro für den dritten Platz. Zur Verfügung gestellt wird das Geld von der Kreissparkasse Walsrode. Sämtliche Arbeiten des Wettbewerbes werden vom 17. Februar bis zum 28. Februar in der Bürgerhalle des Rathauses öffentlich ausgestellt.

Im weiteren Planungsverfahren werden die Ideenentwürfe dann von den Planungsakteuren (Stadt, Grundstücksgesellschaft-Südheide, Planungsgruppe Nord sowie Stadtwerke) konkretisiert, und über ein Bebauungsplanverfahren wird das erforderliche Planungsrecht als Grundlage für die bauliche Umsetzung geschaffen. Durch die enge Einbindung der Planungsakteure in die Wettbewerbsphase sei eine Berücksichtigung der von den Studierenden entwickelten Planungsvarianten gewährleistet, teilt die Stadt Walsrode mit.

“Es war uns wichtig, ganz unbedarft an die Sache heranzugehen - ohne, dass schon irgendwelche Entwickler ihre Finger im Spiel haben”, erklärt Pressesprecher Klaus Bieker die Vorgehensweise beim Gebiet an der Gänseweide. Das sei mit dem Involvieren der Studierenden gelungen.

Das Vorhaben stellt in vielerlei Hinsicht eine Premiere dar: Ein Projekt, das eine Größenordnung von mehr als 100 Wohneinheiten vorsieht, die Nachnutzung altindustrieller Gebäude umfasst und durch den Studentenwettbewerb ein breites Spektrum innovativer Ideen in die weitere Planung integriert, gab es in dieser Form in Walsrode noch nicht.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.