Lokales

/lokales/inspiration-in-daenemark-geholt_10_111729487-21-.html/ / 1

Biocas-Projekt: 18 Teilnehmer zu Gast an der süddänischen Universität Odense

Inspiration in Dänemark geholt

Haben neue Kontakte geknüpft: die 18 Teilnehmer aus dem Heidekreis.red
Haben neue Kontakte geknüpft: die 18 Teilnehmer aus dem Heidekreis.red
BAD FALLINGBOSTEL - 15. Juni 2019 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Im Rahmen des Europa-Projektes Biocas fuhren insgesamt 18 Teilnehmer auf eine Fachexkursion, die vom 3N-Büro (Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie) im Heidekreis organisiert wurde. Ziel war die süddänischen Universität Odense in Dänemark.

Für die aus Biogasanlagenbetreibern, Beratern und Unternehmern bestehende Gruppe stand am ersten Reisetag ein Besuch einer der größten Abfall-Biogasanlagen Dänemarks in Ringe an. Besonders interessant war für die Besucher, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung von Biomasse und Reststoffen in Dänemark völlig andere Kombinationsmöglichkeiten der Biogassubstrate möglich und notwendig machen - in Dänemark wird der Einsatz von Mais in Biogasanlagen stufenweise gen Null reguliert und die gemeinsame Nutzung von Wirtschaftsdüngern und Bioabfall forciert. Ein Einblick in die Forschungsarbeiten der Universität schloss sich an. So wird in den Laboren der SDU daran gearbeitet, den Methangehalt im Biogas beispielsweise durch die Zugabe von Wasserstoff und das Durchleiten des Biogases durch Algenkulturen zu erhöhen, was experimentell bereits gelungen ist. Diese Verfahrensansätze können auch für deutsche Biogasanlagen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Nachdem der zweite Reisetag mit mehreren Vorträgen zum Thema Bioökonomie in der SDU begonnen wurde, ging es zum nächsten Zwischenstopp, zur größten Kläranlage Dänemarks in Fredericia, die in innerstädtischer Lage besondere Herausforderungen wie die Reduzierung von Lärm- und Geruchsemmissionen zu bewältigen hat. Neben sauberem Wasser wird in der Anlage auch Biogas produziert, das zur Strom- und Wärmeversorgung der Anlage eingesetzt wird und darüber hinaus ein benachbartes Wohngebiet mit Wärme versorgt.

Für den Nachmittag ging es nach Holsted, wo eine große Gemeinschafts-Biogasanlage gelegen ist, die zu guten Teilen mit Gülle von 25 Milchviehbetrieben im Umkreis betrieben wird. Letztes Reiseziel war ein Schweinezuchtbetrieb, der das in Deutschland noch nicht zugelassene Gülleansäuerungsverfahren im Lager verwendet, um die Ammoniakemmissionen zu senken und die Gülle emmissionsärmer auf die Ackerflächen bringen zu können.

Sowohl die vielfältigen neuen Erkenntnisse als auch die Knüpfung neuer Kontakte auf der Fachexkursion zielen auf eine Intensivierung der weiteren Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen und auch innerhalb der Reisegruppe ab.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.
Lesen, was gefragt ist. Wissen, was gemeint ist.
Mit WZ+ die volle Artikelvielfalt erleben. Von Heidjern, für Heidjer.