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DJV-Präsident Hartwig Fischer zu Gast bei jagdpolitischer Konferenz / Thema: Entnahme von Wölfen

“Jäger sind ausgebildete Naturschützer”

Diskutierten zum Thema Wolf: Auf Einladung von Henning Otte (zweiter von links) kamen der DJV-Präsident Hartwig Fischer (mit Heft in der Hand) und die Kreisjägermeister zusammen, da-runter auch aus dem Heidekreis Wolfgang von Wieding (fünfter von rechts).red
Diskutierten zum Thema Wolf: Auf Einladung von Henning Otte (zweiter von links) kamen der DJV-Präsident Hartwig Fischer (mit Heft in der Hand) und die Kreisjägermeister zusammen, da-runter auch aus dem Heidekreis Wolfgang von Wieding (fünfter von rechts).red
WALSRODE - 03. Juni 2019 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Mehr als 60 Gäste nahmen auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Henning Otte an einer jagdpolitischen Konferenz mit Hartwig Fischer, Präsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV), teil. Dabei wurden aktuelle Themen diskutiert. Einen besonderen Stellenwert nahm die Diskussion um den Wolf ein. Das Bundeskabinett hatte kürzlich einen Gesetzesentwurf beschlossen, der die Entnahme von Wölfen erleichtern und rechtssicherer machen soll.

“Ein erster Anfang ist gemacht, aber wir brauchen in Deutschland ein umfassendes Handlungskonzept. Der Wolf ist für die Weltnaturschutzunion keine gefährdete Art. Jäger müssen vor Ort eingebunden werden. Der Gesetzentwurf nimmt dies auf”, erklärt Hartwig Fischer. “Der Entwurf geht in die richtige Richtung”, bleibe allerdings noch weit hinter den Vorstellungen der CDU und dem Koalitionsvertrag zurück, so Otte.

Das Bundeskabinett hatte einige Forderungen aus dem Konzeptpapier “Umgang mit Wölfen in Deutschland” des Arbeitskreises Jagd, Natur und Fischerei aufgenommen. Henning Otte als Vorsitzender des Arbeitskreises hatte dieses Konzeptpapier nach einer Anhörung mit internationalen Fachleuten in die Fraktion eingebracht. Fischer betonte: “Jäger sind ausgebildete Naturschützer, der Deutsche Jagdverband ist eine vom Bund anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigung. Wir helfen dabei, ein Gleichgewicht in der Natur zu erhalten.” Dieses Gleichgewicht gerate derzeit bei einem Populationswachstum von 36 Prozent im Jahr aus den Fugen, ergänzte Henning Otte im Hinblick auf den Wolf.

Fischer und Otte forderten die Aufnahme des Wolfes mit ganzjähriger Schonzeit ins Jagdrecht. “Die Einbindung der Jagdausübungsberechtigen bei einer eventuell nötigen Entnahme von Wölfen muss gewährleistet sein.” Abschließend dankte Henning Otte Hartwig Fischer auch für seinen Einsatz als Präsident des Deutschen Jagdverbandes.

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