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Die Aktion “Insektensommer” vom Naturschutzbund startet heute und läuft noch bis zum 9. Juni

Jeder kann helfen, Daten zur Artenvielfalt zu sammeln

Auch das “Tagpfauenauge” gehört zu den Insekten, auf die im Rahmen der Zählung besonders geachtet werden soll und die in Deutschland häufig vorkommen. Foto: pixabay/Couleur
Auch das “Tagpfauenauge” gehört zu den Insekten, auf die im Rahmen der Zählung besonders geachtet werden soll und die in Deutschland häufig vorkommen. Foto: pixabay/Couleur
WALSRODE - 03. Juni 2019 - 13:40 UHR - VON REDAKTION

Unter dem Motto “Zählen, was zählt” startet der Naturschutzbund (NABU) vom 2. bis zum 9. Juni sowie vom 2. bis zum 11. August innerhalb seines Citizen Science-Projektes “Insektensommer” erneut eine große Insektenzählung in Deutschland. Naturfans sind bundesweit aufgerufen, die Summer, Brummer und Krabbler in ihrer Umgebung zu beobachten und unter www.insektensommer.de online zu melden oder über die kostenlose NABU-App “Insektenwelt”, die über 120 in Deutschland häufig vorkommende Arten enthält.

“Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren”, sagt Daniela Franzisi vom NABU-Bundesverband. “Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!” In Deutschland gibt es nach Schätzungen 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang.

Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling - jeder Sechsbeiner soll gemeldet werden. Auf 16 in Deutschland häufig vorkommende Arten soll dabei aber besonders geachtet werden: Darunter sind vier Tagfalter (Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs), drei Wildbienen (Ackerhummel, Steinhummel, Holzbiene), zwei Käfer (Asiatischer Marienkäfer, Sieben-Punkt-Marienkäfer) zwei Wanzen (Lederwanze, Streifenwanze), die Hainschwebfliege, die Florfliege, die Blutzikade und die Blaugrüne Mosaikjungfer als Libellenart sowie das Grüne Heupferd als Laubschrecke. “Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Eine gezielte Erkundungstour ist für jeden schon auf kleinstem Raum möglich, wie zum Beispiel beim Blick in die Blumentöpfe”, so Franzisi.

Die Daten der Zählaktion “Insektensommer” werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom Nabu ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der “Insektensommer” findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 18.000 Menschen mit über 7.300 Beobachtungen an der Aktion.

Mehr Infos unter www.insektensommer.de oder unter www.NABU.de/insektenwelt.

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