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Jägerschaft Fallingbostel mahnt vor todbringenden Zaunlitzen und bittet um Rückbau

Kein Entkommen für Wildtiere

Besonders das männliche Rot- und Damwild bleibt an den notdürftig gespannten Einzäunungen hängen und verendet. Foto: Jägerschaft Fallingbostel
Besonders das männliche Rot- und Damwild bleibt an den notdürftig gespannten Einzäunungen hängen und verendet. Foto: Jägerschaft Fallingbostel
BAD FALLINGBOSTEL - 08. November 2020 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

In den vergangenen Tagen und Wochen sind auf den Wiesen im südlichen Heidekreis wiederholt zurückgelassene oder unsachgemäß unterhaltene Einzäunungen - vornehmlich Plastikzaunlitzen und Stacheldrähte - aufgefunden worden, mit denen sich Damhirsche strangulierten, die letztendlich qualvoll verendeten. Das teilt nun die Jägerschaft Fallingbostel mit, in deren Zuständigkeit die Flächen liegen.

Die Jägerschaft habe festgestellt, dass vom Frühjahr an bis in den Spätherbst hinein Weiden und Wiesen bis in die letzten Zipfel von Wäldern und Schneisen in der freien Natur, insbesondere zur Pferdehaltung, eingezäunt worden seien. Die dafür teils sparsam aufgestellten Plastikzäune, Stangen und Plastiklitzen würden nun zum Teil verwaist zurückgelassen. Auch Stacheldrähte würden von der Jägerschaft immer wieder aufgefunden.

Leidtragende dieser “unnötigen und nicht gerechtfertigten Abfallwirtschaft”, wie es die Jägerschaft in einer Pressemitteilung formuliert, sei das zur Natur gehörende freilaufende Wild, besonders das männliche Rot- und Damwild. Denn die Hirsche tragen während ihrer Brunft im Herbst oft ungewollt diese in der Natur zurückgelassenen Zaunreste wie Kronleuchter in ihrem Geweih mit sich herum. Leider sei das für viele Hirsche ihr Todesurteil, weil sie sich damit an unterschiedlichen Stellen verfangen und im schlimmsten Fall strangulieren und eben qualvoll sterben würden, mahnen die Jäger. Kein Tierhalter würde ein solches Verhalten gegenüber seinen eigenen Tieren dulden und sicher die Einhaltung der Tierschutzrichtlinien fordern, heißt es weiter seitens der Jägerschaft.

Es könne abschließend zum auslaufenden Weidejahr im Sinne des Wildes nur dringend darum gebeten werden, diesen Tierschutz auch dem heimischen Wild zuzugestehen und die zurückgelassenen Zäune mit ihren todbringenden Litzen zum Jahresende sorgfältig zurückzubauen. So lautet der eindringliche Appell an die Verantwortlichen für die todbringenden Einzäunungen.

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