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FDP Heidekreis diskutiert mit Generalsekretär der Freien Demokraten in Niedersachsen

Keine Kluft zwischen Stadt und Land

“Wir brauchen dringend eine bessere digitale Infrastruktur - bis zu jeder Milchkanne!”, sagte der Generalsekretär der niedersächsischen Freien Demokraten, Konstantin Kuhle, bei seinem Besuch im Heidekreis. Von links: Tanja Kühne, FDP-Kreisvorsitzende, Konstantin Kuhle, MdB, und die Mitglieder des Kreisverbandes Ben Beuße, Lüder Warnecke und Andreas Ebel.red
“Wir brauchen dringend eine bessere digitale Infrastruktur - bis zu jeder Milchkanne!”, sagte der Generalsekretär der niedersächsischen Freien Demokraten, Konstantin Kuhle, bei seinem Besuch im Heidekreis. Von links: Tanja Kühne, FDP-Kreisvorsitzende, Konstantin Kuhle, MdB, und die Mitglieder des Kreisverbandes Ben Beuße, Lüder Warnecke und Andreas Ebel.red
DORFMARK - 12. März 2019 - 04:00 UHR - VON REDAKTION

Zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Generalsekretär der niedersächsischen Freien Demokraten, Konstantin Kuhle (MdB), hat die FDP Heidekreis nach Dorfmark eingeladen. Mitglieder und Gäste befassten sich mit dem Thema “Leben auf dem Land - Welche Zukunft hat es?”

Um der Diskussion Substanz zu verleihen, trugen Ben Beuße und Lüder Warnecke zu Beginn die Ergebnisse einer Online-Umfrage zum Leben im ländlichen Raum vor. Umfrage-Teilnehmer nannten als Stärken des ländlichen Raumes die Bildungs- und Freizeitangebote sowie das gute zwischenmenschliche Klima - während der mäßig ausgebaute ÖPNV und die unzureichende digitale Infrastruktur als Schwächen empfunden werden. Kuhle nahm die Ergebnisse zum Anlass, vor einem Auseinanderfallen der Lebenswelten Stadt und Land zu warnen: “Eine Kluft zwischen Stadt und Land dürfen wir nicht zulassen!”, sagte der Generalsekretär. Die Gefahr, dass sich eine derartige Kluft entwickelt, bestehe heute infolge der fortschreitenden Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche mehr denn je. Scharf kritisierte er deshalb die Aussage der Bundesbildungsministerin Karliczek, man brauche kein “5G an jeder Milchkanne”. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass aus der Äußerung eine große Unkenntnis über die heutigen Produktionsbedingungen der modernen Landwirtschaft spreche, sei eine solche Aussage von Arroganz gegenüber den Menschen im ländlichen Raum geprägt, die dazu geeignet sei, die schon vorhandene Kluft Stadt-Land zu vertiefen.

Dem müsse mit Entschiedenheit entgegengetreten werden. Einem zügigen Ausbau der digitalen Infrastruktur und größeren Anstrengungen im Bereich der Bildungspolitik komme deshalb, betonte Kuhle, für eine Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen eine enorme Bedeutung zu. Die FDP-Kreisvorsitzende Tanja Kühne konnte dem nur zustimmen und ergänzte, dass es - etwa im Hinblick auf den weiteren Umgang mit dem Wolf - nicht dazu kommen dürfe, dass die Menschen aus der Stadt denen auf dem Land vorschrieben, wie sie zu leben hätten.

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