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Veranstalter sagen Schneverdinger Heideblütenfest am letzten Augustwochenende ab

Keine neue Heidekönigin in diesem Jahr

Schwere Entscheidung: Verein, Stadt und Heidekönigin Johanna Stuhlmacher hoffen, dass das Fest im kommenden Jahr wieder gefeiert werden kann.Foto: Stadt Schneverdingen
Schwere Entscheidung: Verein, Stadt und Heidekönigin Johanna Stuhlmacher hoffen, dass das Fest im kommenden Jahr wieder gefeiert werden kann.Foto: Stadt Schneverdingen
SCHNEVERDINGEN - 07. Mai 2020 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Das Schneverdinger Heideblütenfest als ältestes und größtes Traditionsfest der Region fällt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. “Es tut weh, es ist unglaublich schade, und fällt uns sehr schwer, diese Entscheidung zu verkünden”, erklärte Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens als Vorsitzende des Vereins Heideblüte Schneverdingen, der das Fest zusammen mit der Stadt Schneverdingen jährlich organisiert.

Seit 1922 feiern Schneverdinger Bürger mit ihren rund 40.000 Gästen am letzten Wochenende im August zu Ehren der blühenden Heide dieses Fest. In diesem Jahr fällt das Heideblütenfest, das nur während des Zweiten Weltkrieges nicht gefeiert wurde, erstmals seit 1948 aus. Die amtierende 75. Heidekönigin Johanna Stuhlmacher wird die Krone aus blühender Heide ein weiteres Jahr tragen.

Diese Absage werde ganz viele Menschen enttäuschen. Aber: Ein Fest dieser Größe, mit vielen Gästen, Gedränge und wenig Abstand bedeute eine hohe Ansteckungsgefahr. Insofern gelte bei Festen die größte Sensibilität, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung: “Solange es keinen Impfstoff gibt, solange es kein Medikament gibt, muss besonders aufgepasst werden. Die Ausbreitung des Corona-Virus lässt keine andere Entscheidung des Vereinsvorstandes zu.” Weder Maskenpflicht noch Abstandsregelungen seien bei Veranstaltungen dieser Größenordnung einzuhalten. So hat auch das Land Niedersachsen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern bis mindestens 31. August 2020 untersagt.

Der Vereinsvorstand hat sowohl eine abgespeckte Variante als auch eine Verschiebung des Heideblütenfestes in den September geprüft, abgewogen und dann verworfen. “Das Heideblütenfest geht entweder ganz oder gar nicht. Die Veranstaltung eines Notfestes würde die Marke Heideblütenfest nachhaltig schädigen”, so Moog-Steffens. Eine Verschiebung des Festes in den Monat September kommt nicht in Betracht, da nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, ob Großveranstaltungen dann wieder zulässig sind. Dieses Risiko kann der Verein Heideblüte nicht tragen, denn er müsste mit dieser Ungewissheit finanziell in Vorleistung treten.

Die Absage des Heideblütenfestes ist aber nicht nur emotional schweirig, sondern auch ökonomisch, denn die negativen Auswirkungen werden in wirtschaftlich ohnehin schwierigen Zeiten unübersehbar sein. Viele Arbeitsplätze hängen am Tourismus, Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel profitieren vom Heideblütenfest. Auch die vielen Ehrenamtlichen, die sich für das Fest engagieren, werden sehr enttäuscht sein, denn erste Vorbereitungen wurden bereits getroffen.

Der Vereinsvorstand bittet um Verständnis für die Absage des Heideblütenfestes und blickt zuversichtlich in das nächste Jahr. “Lassen Sie uns zusammen alles dafür tun, dass wir in 2021 ein gesundes und glückliches Heideblütenfest mit der Krönung der 76. Heidekönigin feiern können.”

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