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Mehr als 12.000 Unterschriften wurden an den Vorsitzenden des Bundeswirtschaftsausschusses übergeben.

Kindler und Verlinden fordern Ende der Erdgasförderung

Nein zu Gasbohrungen: Julia Verlinden (von links) und Sven-Christian Kindler übergeben Klaus Ernst, Vorsitzender des Ausschusses “Wirtschaft und Energie”, die Unterschriftenliste.Foto: Büro Verlinden
Nein zu Gasbohrungen: Julia Verlinden (von links) und Sven-Christian Kindler übergeben Klaus Ernst, Vorsitzender des Ausschusses “Wirtschaft und Energie”, die Unterschriftenliste.Foto: Büro Verlinden
WALSRODE - 06. November 2019 - 16:00 UHR - VON REDAKTION

Die niedersächsischen Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Sven-Christian Kindler und Julia Verlinden, haben mehr als 12.000 Unterschriften gegen Gasbohrungen im Heidekreis und im Landkreis Rotenburg an den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses im Bundestag übergeben, heißt es in der Pressemitteilung der Abgeordneten.

Kindler und Verlinden hatten die Unterschriften vom “Aktionsbündnis gegen Gasbohren Bad Fallingbostel” bei einem Treffen in Dorfmark entgegengenommen und versprochen, ihr Anliegen nach Berlin zu tragen. Die Initiative will auf Risiken der Erdgasförderung aufmerksam machen. Sie wendet sich gegen neue Bohrungen für Erdgas und Erdöl und gegen die Reaktivierung alter Bohrstandorte. Verlinden unterstütze die Kritik der Initiative an neuen Öl- und Gasbohrungen. Die Aktivitäten der Öl- und Gasunternehmen seien nicht nur gefährlich, sie seien angesichts von Energiewende und Klimaschutz nicht mehr zeitgemäß, kritisiert die Politikerin im Schreiben. Notwendig sei vielmehr der zügige Ausstieg aus der Nutzung von Öl und Gas.

Kindler weist auf bereits bekannte Risiken der Öl- und Gasförderung hin: “Wir haben besonders in der Region Rotenburg nicht nur eine Vielzahl ungeklärter Krebserkrankungen.” Auch Erdbeben und Verschmutzungen des Grundwassers seien gefährliche Begleiterscheinungen der Erdgasförderung. Damit müsse Schluss sein, fordert der Politiker in der Stellungnahme. Es brauche eine unabhängige und strengere Kontrolle der Unternehmensaktivitäten vor Ort, so Kindler.

Die Grünen haben diese Woche im Ausschuss für Wirtschaft und Energie den Antrag “Fracking verbieten und keine Erdgasbohrungen in Schutzgebieten zulassen” aufgesetzt und darüber abstimmen lassen. Darin wird unter anderem gefordert, die Regelungen für Erdgasbohrungen weiter einzuschränken, und das Vorsorgeprinzip zum Schutz von Gesundheit und Natur ernst zu nehmen. In der Pressemitteilung wird darauf hingewiesen, dass sämtliche Abgeordnete von CDU/CSU und SPD gegen den grünen Antrag stimmten.

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