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Bereitschaftsdienstpraxis der niedergelassenen Ärzte in Walsrode besteht mittlerweile seit zehn Jahren

Kleines Jubiläum der zentralen Anlaufstelle

Waren dabei beim Jubiläum anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Bereitschaftsdienstpraxis Walsrode: Merve Leschke-Gößler, Svetlana Ness, Carina Nieber, Dr. Jens Schlake, Dr. Gerd-Dieter von Koschitzky und Dörte Kula (von links). red
Waren dabei beim Jubiläum anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Bereitschaftsdienstpraxis Walsrode: Merve Leschke-Gößler, Svetlana Ness, Carina Nieber, Dr. Jens Schlake, Dr. Gerd-Dieter von Koschitzky und Dörte Kula (von links). red
WALSRODE - 13. Oktober 2018 - 20:00 UHR - VON JENS REINBOLD

Für Patienten ist sie eine wichtige Anlaufstelle - auch wenn noch immer nicht allen klar ist, wie genau die Zuständigkeiten geregelt sind: Es geht um die Bereitschaftsdienstpraxis in Walsrode, die nun ihr nun ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Die Einrichtung im Gebäude des Heidekreis-Klinikums war damit eine der ersten Einrichtungen ihrer Art nach der Umstrukturierung des Notdienstes. Grundsätzlich gilt: Die Bereitschaftsdienstpraxis dient der Behandlung von Erkrankungen in der Zeit, wenn die Arztpraxen geschlossen sind.

Die Bereitschaftsdienstpraxis am Krankenhaus in Walsrode wurde am 1. Oktober 2008 gegründet. Hintergrund war die Neustrukturierung des Bereitschaftsdienstes, in dessen Zuge die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Niedersachsen in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten im Jahr 2008 in Walsrode einen zentralen Anlaufpunkt für Patienten ins Leben rief. Die Bereitschaftsdienstpraxis Walsrode wird jährlich von etwa 5000 Patienten aufgesucht und wird somit seit Beginn an sehr gut angenommen.

Mit dieser Neustrukturierung des Bereitschaftsdienstes und der damit verbundenen Gründung der Bereitschaftsdienstpraxis konnte die Belastung der Ärzte aus der Region zum Teil erheblich reduziert werden. So wurden die vier Notdienstregionen zu einer Bereitschaftsdienstregion zusammengefasst. Teilweise mussten die niedergelassenen Ärzte 40 oder sogar noch mehr Dienste im Jahr verrichten. Heute sind es nur noch neun Dienste - womit auch die Attraktivität für eine Niederlassung in ländlichen Bereichen wächst, weil für Ärzte die Anzahl der Notdienste, die sie neben der Tätigkeit in der eigenen Praxis absolvieren müssen, häufig ein entscheidender Faktor ist.

Aufgrund steigender Patientenzahlen in der Notfallambulanz des Krankenhauses besteht seit zwei Jahren eine noch engere Zusammenarbeit mit dem Heidekreis-Klinikum. So wurde ein sogenanntes Triagesystem vereinbart, da viele Patienten, die mit Beschwerden oder Verletzungen in die Notfallambulanz des Klinikums kommen, auch in der Bereitschaftsdienstpraxis versorgt werden können. Diese Fälle werden von der Notaufnahme dann an die Bereitschaftsdienstpraxis verwiesen. Dieses Vorgehen trägt zur Entlastung der Notaufnahme des Krankenhauses bei und vermeidet für die Patienten unnötige Wartezeiten.

Der Bereitschaftsdienst hilft bei Erkrankungen, mit denen Patienten normalerweise einen Arzt in einer Praxis aufsuchen würden, die Behandlung aber aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann. Wer sich nicht sicher ist, kann die Rufnummer 116 117 wählen. Diese Telefonnummer funktioniert ohne Vorwahl und gilt deutschlandweit. Dort wird Anrufern kompetent weitergeholfen.

Die Kassenärztliche Vereinigung weist darauf hin, dass die Versorgung während der Bereitschaftsdienstzeiten immer “nur” eine Notfallversorgung darstellen kann. Sie ist nicht gleichzusetzen mit einer qualifizierten haus- und fachärztlichen Versorgung während der Sprechstundenzeiten. Deshalb kann der Bereitschaftsdienst auch nur den Zeitraum bis zur Versorgung in den Sprechstunden überbrücken. Die Erfahrung zeigt, dass sich manches gesundheitliche Problem schon vor den Bereitschaftsdienstzeiten ankündigt, sodass dringend empfohlen wird, den Arzt des Vertrauens rechtzeitig aufzusuchen. Das Krankenhaus ist für solche Fälle nicht zuständig.

Die Bereitschaftsdienstpraxis am Krankenhaus ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag 19 bis 21 Uhr, Mittwoch, Freitag 17 bis 20 Uhr; Sonnabend, Sonntag, Feiertage 9 bis 12 sowie 14 bis 18 Uhr.

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