wolkig
7 ° C - wolkig
» mehr Wetter

Lokales

/lokales/kluge-koepfe-fuer-klimaschutz_10_111837387-21-.html/ / 1

Schüler stellen dem SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil ihre klimafreundlichen Ideen und Konzepte vor

“Kluge Köpfe” für Klimaschutz

Kreativ werden für die Umwelt: Die Teilnehmer von “Kluge Köpfe für Klingbeil” präsentierten dem SPD-Politiker ihre Ideen. Foto: Team Klingbeil
Kreativ werden für die Umwelt: Die Teilnehmer von “Kluge Köpfe für Klingbeil” präsentierten dem SPD-Politiker ihre Ideen. Foto: Team Klingbeil
SOLTAU - 28. Januar 2020 - 12:30 UHR - VON REDAKTION

Mehr als 70 Schülerinnen und Schüler aus dem Heidekreis und dem Landkreis Rotenburg sind dem Aufruf des SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil gefolgt und haben im Rahmen eines Demokratie-Projektes an ihren Schulen Ideen für einen besseren Klima- und Umweltschutz erarbeitet. “Kluge Köpfe für Klingbeil” lautet der Name des Mitmach-Projekts, an dem Gruppen von sieben Schulen teilnahmen. In der Mensa der Oberschule Soltau fand nun die Abschlusspräsentation der Gruppenarbeiten statt.

Weltweit seien in den vergangenen Monaten Jugendliche für den Schutz der Umwelt und des Klimas auf die Straßen gegangen, sagt Lars Klingbeil. “Und wenn wir in den vergangenen Jahren noch kritisiert haben, dass sich unsere Jugend nicht für Politik interessiert, dann überzeugen sie uns gerade vom genauen Gegenteil.” Das sei gut für die Demokratie”, unterstreicht er als Initiator des Projekts. Klingbeil habe die engagierten Jugendlichen aber nicht nur loben, sondern ihre Vorschläge zu einem besseren Klima- und Umweltschutz aufnehmen und in seine Politik einfließen lassen wollen. Das sei für ihn die Intention hinter den “Klugen Köpfen für Klingbeil” gewesen.

Als er alle Schüler seines Wahlkreises im vergangenen Jahr dazu aufgerufen habe, konkrete Ideen in Gruppen zu erarbeiten und dann vorzustellen, sei er gespannt auf die Ergebnisse gewesen.

Nach den Abschlusspräsentationen zeigte er sich sehr beeindruckt. Bei den Vorstellungen mit Powerpoint, Videos und sogar kleinen Theaterstücken sei deutlich geworden, wie wichtig es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sei, darüber zu reden, was jeder einzelne im Alltag für mehr Umwelt- und Klimaschutz tun kann, wie man die Ideen in die Wirklichkeit umsetzen und mehr Menschen dafür motivieren könne.

Herausgekommen sind Vorschläge wie die der BBS Walsrode zur Mülltrennung und -vermeidung: Die Schülerinnen und Schüler wollen darüber aufklären, wie viel Abfall anfällt, in dem sie den Müll einer Woche sammeln. Zudem sollen Infoplakate helfen, den Müll richtig zu trennen.

Oder die Forderungen der Gruppe des Gymnasiums Munster, die sich einen Ausbau der Infrastruktur im Bereich Wasserstoff für eine klimafreundlichere Mobilität wünscht.

An der Waldorfschule Benefeld wollen die Jugendlichen auf das Thema Nachhaltigkeit setzen und beispielsweise Papier einsparen. Zwei Schüler von der Waldorfschule Benefeld und vom Gymnasium Walsrode sowie die Fintauschule Lauenbrück und die OBS Visselhövede beschäftigten sich mit Landwirtschaft, Ernährung und dem alltäglichen Verhalten der Verbraucher: Wie man für mehr Tierwohl sorgen, den Fleischkonsum reduzieren und mehr auf heimische Produkte setzen könne, stand dabei im Fokus.

Die OBS Soltau, in deren Mensa die Abschlussveranstaltung stattfand, sprach sich für Klimalotsen an Schulen aus, die über Klima- und Umweltschutz informieren.

“Natürlich gab es auch Forderungen an die Politik, die ich wie die anderen Vorschläge auch aus diesem Mitmach-Projekt mitnehmen werde”, sagt Klingbeil. Er wolle sich beispielsweise bei dem Niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne nach einem Termin erkundigen, zu dem auch die Jugendlichen aus einer der Projektgruppen kommen sollen oder das Thema Wasserstoff bei Firmen und Autoherstellen verstärkt ansprechen.

Beim Klimaschutz müsse man gemeinsam Lösungen finden und nicht einzelne Interessengruppen gegeneinander ausspielen, machte der SPD-Politiker deutlich. So wolle er beispielsweise auch ein gemeinsames Treffen der Teilnehmer mit dem Landvolk anregen. Er bedankte sich für die rege Teilnahme und für das Engagement für mehr Klima- und Umweltschutz. Vielleicht werde er bald wieder auf die Suche nach “Klugen Köpfen für Klingbeil” gehen - dann zu einem anderen Thema.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.