Lokales

/lokales/kriegsgrber-orte-der-trauer-und-der-mahnung_10_111670013-21-.html/ / 1

Einsatz für Frieden und gegen das Vergessen / Schecks aus der Haus- und Straßensammlung an den VDK übergeben

Kriegsgräber: Orte der Trauer und der Mahnung

Schecks übergeben: Günter Hibbing, Wilfried Langenhop, Walter Seidel, Monika Seidel, Johannes Schwarz, David Guttmann und Alfred Michaelis (von links).red
Schecks übergeben: Günter Hibbing, Wilfried Langenhop, Walter Seidel, Monika Seidel, Johannes Schwarz, David Guttmann und Alfred Michaelis (von links).red
WALSRODE - 21. Februar 2019 - 09:56 UHR - VON REDAKTION

Die Reservistenkameradschaft (RK) Fallingbostel-Walsrode erhielt eine Einladung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), um mit Reservisten und Soldaten aus umliegenden Standorten Schecks aus der Haus- und Straßensammlung an den VDK zu übergeben. Im Offizierskasino der Theodor-Körner-Kaserne in Lüneburg begrüßten der stellvertretende Kommandeur des Panzeraufklärungsbataillons 3 “Lüneburg”, Benjamin Hoppe, sowie der Vorsitzende des VDK-Bezirkes Lüneburg-Stade, Harald Ottmar, die Teilnehmer.

Ottmar hob die Wichtigkeit und das Engagement von Soldaten und Reservisten hervor, die in den Haus- und Straßensammlungen und bei Arbeitseinsätzen auf Soldatenfriedhöfen im In- und Ausland Friedensdienst leisteten. So verwendet der VDK die gesammelten Gelder für die Pflege und Erhaltung von 833 Kriegsgräberstätten in 46 Ländern mit 2,7 Millionen deutschen Kriegstoten, aber auch bewusst für die Jugendarbeit unter dem Motto “Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden”. Der Bezirksvorsitzende würdigte die Ergebnisse der Sammlungen, auch wenn sie gegenüber dem Vorjahr geringfügig abgenommen haben, was in den zahlreichen Übungen und Auslandseinsätzen der aktiven Truppe begründet ist. So sammelten im VDK-Bezirk Lüneburg-Stade die Soldaten 68.361 Euro und die Reservisten 37.176 Euro, also insgesamt 105.537 Euro.

Weiter mahnte Ottmar, aus der Geschichte zu lernen sei unendlich wichtig. Das Nicht-Zusammenleben-Können, das Nicht-Zusammenleben-Wollen habe im 20. Jahrhundert 80 Millionen Menschen das Leben gekostet.

Der Vorsitzende der Kreisgruppe Celle des Reservistenverbandes, Hans-Georg Blonn, überschrieb sein Referat mit der Feststellung, dass Kriegsgräber Orte der Trauer, der Erinnerung und der Mahnung sind.

Zum Abschluss wurden Soldaten und Reservisten stellvertretend für alle Sammler vom VDK-Bezirksvorsitzenden Harald Ottmar und VDK-Bezirksgeschäftsführer Jan Effinger mit Urkunde und Buchgeschenk geehrt. Eine besondere Ehrung erfuhr Günter Hibbing von der RK Fallingbostel-Walsrode. Für seine jahrelangen Spitzenergebnisse in der Haus- und Straßensammlung als Einzelperson wurde ihm die Albert-Schweitzer-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen des VDK, verliehen. “In diesem Jahr haben Sie mit fast 27.000 Euro wieder alle Rekorde übertroffen, Sie sind der beste Einzelsammler Deutschlands, Sie haben diese Ehrung mehr als verdient”, so Ottmar und Effinger.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.