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Nachwuchs im Weltvogelpark

Kuckuckskinder im Kolibrihaus

Etwa erbsengroße Kolibrijungtiere sind Mitte September im Weltvogelpark geschlüpft. Foto: Weltvogelpark
Etwa erbsengroße Kolibrijungtiere sind Mitte September im Weltvogelpark geschlüpft. Foto: Weltvogelpark
WALSRODE - 08. Oktober 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Die Aufzucht von Kolibris in menschlicher Obhut erfordert eine Menge Zeit und Aufmerksamkeit. “Denn nur wenn sich die Kolibris wohlfühlen, kommt es zu dem seltenen Nachwuchs”, so die Experten des Weltvogelparks Walsrode. Dort sind gerade drei Rostbauchamazilien geschlüpft, eine Kolibriart aus Südamerika. Da die Mutter mit der Brut und Aufzucht überfordert war, fand sich Ersatz - in fremden Nestern und bei Lisa Renken in der Aufzuchtabteilung.

Ersatzmutter für zwei der drei Jungtiere

Ganze drei etwa erbsengroße Kolibrijungtiere sind Mitte September im Weltvogelpark geschlüpft, zwei der Jungtiere davon bei ihrer Mutter im Nest. Das dritte Jungtier ist im Brutkasten zur Welt gekommen. Bei Anzeichen dafür, dass die Mutter dem Nest zu lange fernbleibt, kontrollieren die Pfleger, ob die Jungtiere und Eier nicht auskühlen. Sollte das der Fall sein, kümmern sich die Pfleger aktiv um die Jungtiere, wärmen sie und versorgen sie mit Nahrung. Zwei der drei Jungtiere konnten jeweils bei einer Ersatzmutter, deren eigenes Jungtier gerade flügge geworden war, und einer weiteren Ersatzmutter, die gerade wenige Tage alte unbefruchtete Eier im Nest hatte, untergelegt werden.

Mit Fruchtfliegen gefüttert

Diese Weibchen haben die Jungtiere gut angenommen und ziehen die jungen Rostbauchamazilien nun als ihre eigenen Kinder auf. Das andere Jungtier wird von den Pflegern an einem gut gewärmten Ort großgezogen. “Es ist immer unsere erste Wahl, die Jungtiere bei anderen Muttertieren unterzulegen. So können die Kolibris am natürlichsten aufwachsen”, so Renken. In dem künstlichen Nestchen, dem sogenannten Inkubator, bleibt die Temperatur dauerhaft bei 36 Grad Celsius.

Die jungen Kolibris werden durch eine nadellose 1-Milliliter-Spritze mit einem Nahrungsbrei aus Fruchtfliegen und Nektar gefüttert. Um die optimale Nahrungsmenge zu berechnen, werden die Jungen jeden Tag von den Pflegern gewogen. So braucht ein zwei Gramm schweres Kolibriküken pro Tag rund vier Gramm Nahrung für seine optimale Entwicklung.

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