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Vernissage im Rethemer Burghof mit Werken von Klaus Focke / Exponate können bis zum 30. Juni betrachtet werden

“Absichtslose” Kunst mit Format

Kunst als Therapie: Nach einem persönlichen Schicksalsschlag wurde die künstlerische Kreativität zur Leidenschaft bei Focke.gfs
Kunst als Therapie: Nach einem persönlichen Schicksalsschlag wurde die künstlerische Kreativität zur Leidenschaft bei Focke.gfs
RETHEM - 15. Mai 2019 - 08:00 UHR - VON REDAKTION

25 Werke des Künstlers Klaus Focke zieren seit der Vernissage am Sonntagnachmittag die Wände von Burghof-Gewölbe und Café in Rethem. Focke, der vor vielen Jahren in Ottersberg ein Studium der Kunsttherapie und Kunstpädagogik absolvierte, lebt seit 20 Jahren in Kirchwahlingen. Der gebürtige Düsseldorfer hat sich vor allem auf grafische Werke spezialisiert und malt mit Farbstiften. Doch er zeigt auch großformatige Ölgemälde sowie Drucke im Burghof.

“Bei den abstrakt gehaltenen Werken fallen besonders die Farben, Farbgruppen und Farbfelder auf, die den Betrachter einladen, sich länger mit dem Bild auseinanderzusetzen und sich seinen Assoziationen hinzugeben”, führte Marika Iversen-Daube vom Burghof-Verein bei ihrer Begrüßung aus. Man könne in den Bildern “eine ganz eigene Handschrift erkennen” und entdecke immer wieder Neues, wenn man sich anregen lasse, die Gedanken und Blicke schweifen zu lassen. Trotz aller Abstraktheit könne man teilweise in den Werken auch Gegenständliches finden, wie zum Beispiel eine Landschaft oder einen Menschen.

Wichtig sei Klaus Focke dabei eine Gesamtharmonie. Der Titel der Ausstellung “Menschen, Mythen, Mutationen” sei geheimnisvoll und es lohne sich, ihn in den Bildern zu suchen, so Marika Iversen-Daube. “Vieles ist kleinteilig, versteckt, verborgen und man muss sich dem Bild längerfristig nähern, um alles zu entdecken”, lud sie alle Besucher ein, von denen einer sogar extra aus Düsseldorf angereist war.

“Nach einem persönlichen Schicksalsschlag habe ich das wieder aufgegriffen, was ich vorher schon thematisch verfolgt habe. Inzwischen ist es zur Leidenschaft geworden”, gab der Künstler bei seiner Ansprache preis. Er hoffe, auch den Betrachter damit “anzustecken”. Die Ausstellung sei seit 30 Jahren seine erste Einzelausstellung, verriet Klaus Focke, dessen Arbeits- und Ausstellungsaktivitäten vom Schloss Etelsen bis hin nach Gomel und Minsk reichen. Aktuell arbeite er in einem interkulturellen Projekt mit Künstlern aus dem Senegal und sei im Kunstverein “Der Bogen” aktiv. Zu seiner Arbeitsweise verriet Klaus Focke, dass er “Absichtslosigkeit” anstrebe und kein Konzept habe beim Herangehen an eine Arbeit. Er beginne “aus einem inneren Sammeln heraus” - was als erster Impuls auftauche, daran arbeite er weiter. Dadurch entstehe eine Vertiefung bei ihm selbst, aber auch bei seinen Arbeiten.

Die Ausstellung bleibt bis zum 30. Juni im Burghof und kann sonntags von 14 bis 17 Uhr zu den Öffnungszeiten des Burghof-Cafés betrachtet werden. Pfingsten bleibt der Burghof geschlossen.

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