Lokales» Kultur

/lokales/kultur/die-vielen-gesichter-der-mutter-des-wassers_307_111636204-21-.html/ / 1

Multivisionsvortrag: Eine Rollstuhlreise entlang des Mekong / Am 28. Dezember ab 19 Uhr beim Kulturring in Bad Fallingbostel

Die vielen Gesichter der “Mutter des Wassers”

Beeindruckende Bilder: Fluss, Landschaft und Städte wandeln sich stetig auf mehr als 4000 Kilometern.red (2)
  • Bild 21
Beeindruckende Bilder: Fluss, Landschaft und Städte wandeln sich stetig auf mehr als 4000 Kilometern.red (2)
BAD FALLINGBOSTEL - 19. Dezember 2018 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Nachdem in den vergangenen Jahren Multivisionsvorträge zwischen Weihnachten und Neujahr eine rege Resonanz gefunden haben, hat der Kulturring Fallingbostel für den 28. Dezember noch einmal Andreas Pröve eingeladen, der im Vorjahr das Publikum mit seinem Reisebericht aus Burma beeindruckt hat. In diesem Jahr ist der Mekong sein Thema. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Bad Fallingbosteler Ratssaal.

Andreas Pröves Reisen sind schon deswegen besonders, weil er 1970 im Alter von 23 Jahren mit seinem Motorrad verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Schon drei Jahre nach dem Unfall brach er im Rollstuhl zur ersten Indienreise auf. Seither arbeitet er als Fotoreporter und Buchautor und tourt dazu, getrieben von der Lust am Entdecken und großer Neugier, vorwiegend durch die Länder am Indischen Ozean.

Kein anderer Fluss Asiens vermag so sehr zu faszinieren wie die “Mutter des Wassers”, der Mekong. Er hat viele Gesichter - hier tobt er durch steile, felsige Schluchten, dort bewegt er sich träge in flacher, grüner Landschaft voran. Der Fluss, der zu den zehn längsten Flüssen der Welt gehört, ist einer der wenigen Ströme weltweit, die noch weitgehend intakt sind. Doch die boomende Wirtschaft Südostasiens und der Klimawandel bringen Gefahren mit sich, die den Mekong in seiner Schönheit und als Nahrungs- und Energiequelle zerstören können. Die Quelle liegt im schwer zugänglichen tibetischen Hochland, und der Fluss entsteht dort zudem noch aus mehreren Zusammenflüssen. Insgesamt ist der Mekong weit mehr als 4000 Kilometer lang.

Mit dem Mekong hatte sich Pröve wieder ein hohes Ziel gesetzt: eine Rollstuhlreise an den Ufern dieses gewaltigen Stroms, der fünf buddhistische Länder miteinander verbindet, und mit seiner einzigartigen Flora und Fauna zu den biologisch reichsten Flussläufen der Erde zählt. Sein Bericht beginnt im hektischen Saigon, führt über das neu erblühende und prosperierende Phnom Penh, durch die geheimnisvollen Tempelanlagen von Angkor Wat, durch Laos und schließlich ins tropische Yunnan in China.

Andreas Pröve nutzte alle Verkehrsmittel, die sich ihm boten, vor allem aber machte er sich in Handarbeit in seinem Rollstuhl auf den Weg, denn nur diese Art des Reisens garantiert ihm einen unverfälschten Blick in die Lebensweise, die Kultur und den Glauben der Menschen. So blieb er nah am Geschehen und machte Bekanntschaft mit buddhistischen Mönchen, Opfern von Streubomben, chinesischen Arbeitsmigranten und den hartgesottenen Bergbewohnern am Oberlauf, deren Schicksale er zu einem facettenreichen Bild vom Leben am großen Fluss zusammenfügt.

Pröve wollte aber noch weiter. In einer abenteuerlichen Trekking-Tour, die ihn an die Grenzen seiner Belastbarkeit brachte, gelangte er mithilfe von Pferden, Yaks und Trägern in einer tagelangen Wanderung durch unwegsames und menschenleeres Gebiet in die Ursprungsregion des Mekong und erreichte in knapp 5000 Metern Höhe sein Ziel: eine der Quellen des Flusses.

Karten sind bei der Bad Fallingbosteler Buchhandlung Raufeisen und an der Abendkasse erhältlich.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.

Das könnte Sie auch interessieren:

Lesen, was gefragt ist. Wissen, was gemeint ist.
Mit WZ+ die volle Artikelvielfalt erleben. Von Heidjern, für Heidjer.